Lokalmatador Ingo Kaldarasch kämpfte mit Problemen, musste zwei Zwangspausen für größere Reparaturen einlegen. Letztlich fuhr er doch noch auf Platz 2 der Wertung T1 Profiklass ein.

Schwerin (Info marathonrallye/pb): Die 24 Stunden GORM von Schwerin sind beendet – und die Sieger stehen fest! Erstmals in der Geschichte von marathonrally.com wurde nicht nur die gesamte Veranstaltung, sondern auch die Siegerehrung live übertragen – schneller wurden die Ergebnisse noch nie bekannt.

quadbild3.jpgIn diesem Jahr war das Rennen vor allem in zwei Klassen besonders spannend. In der T1-Wertung für Auto-Prototypen lieferten sich die Teams „Daktec“ und „Thaler / S&S“ bis zum Ende ein erbittertes Rennen um Minuten – ebenso wie der Titel der Gesamtwertung zwischen Polaris (Side-by-Side) und Suzuki (Buggy).

Jan Breckwoldt mit seinem Polaris RZR ist der große Gesamtsieger aller Klassen, machte mit 68 Runden in 24:08:26 Stunden das Rennen vor Marco Weber (Suzuki, 67 Runden, 24:23:22) und Paul Rowney (66 Runden, 24:26:55).

Bei den Pkw der T1 (Prototypen) gewann das Daktec-Team (Teamwertung, Mitsubishi Pajero) mit 58 Runden vor dem Team Thaler/Schütte/Schlacht (Mercedes G, 56 Runden) und Michael Hinz (Mercedes G, 44 Runden). Auf den Plätzen folgen hummer302bild2.jpgIngo Kaldarasch (40 Runden, G-Raid Lennson), Ralf Berlit (musste sich nach einem Defekt mit letzter Kraft ins Ziel schleppen) im „Victory 1“ (39 Runden) und Andreas Wieth (Jeep Cherokee, 32 Runden). Gunther Heupel fiel leider aus.

In der T1 „Profi-Klasse“ belegte Ingo Kaldarasch Platz 2. Der Schweriner Lokalmatador Ingo Kaldarasch (Pure Racing Team) wollte den Klassensieg oder Platz 2, legte sein Augenmerk nicht unbedingt auf den Gesamtsieg. Im Prolog lief es für den Schweriner Offroad-Driver hervorragend. Mit der Rundenzeit 18:47 min. belegte er Platz 2, war bestes Auto gleich hinter Quad-Driver Marco Weber.

Ingo Kaldarasch zum Rennablauf: „Nach 3 ½ Rennstunden lag ich an der Spitze, hatte rund 10 km Vorsprung zum übrigen Starterfeld. Dann habe ich mir nach einem Sprung und heftiger Bodenlandung die Kardanwelle abgerissen. Diese ingobild4service.jpgdurchschlug die Getriebeoelwanne und wir mussten unseren G-Raid Mercedes zum Servicepunkt schleppen. Da auch unsere Mitwettbewerber so einige Probleme abzuarbeiten hatten, lohnte sich der erhebliche Reparaturaufwand. Nach ca. sechs 6 Stunden konnten wir wieder ins Renngeschehen eingreifen und uns Platz für Platz vorarbeiten. In der Nacht fiel dann auch noch das Licht am Mercedes aus, ein Schalter war defekt. Leitung umklemmen und die Fahrt ging weiter“. Mit der Zeit von 18:25 min. fuhr Ingo Kaldarasch die Bestzeit der Auto-Wertung, legte die schnellste Runde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 55,1 km/h hin.

mercedeslohrbild1.jpgBei den serienmäßigen Pkw der Klasse T1 gewann souverän Hartmut Möbus im Mitsubishi Pajero V60 Diesel mit 54 Runden und 24:10:04 Stunden, Mario Giebel (Mercedes G, 54 Runden, 24:22:04) und Jan Holtz (Mitsubishi Pajero V20, 44 Runden) belegten die Plätze zwei und drei. Ihnen folgten Wallenwein/Lohr (Mercedes ML, 41), Andreas Fonas (Jeep Cherokee, 39), Markus Walcher (Porsche Cayenne, 35), Michael Podlogar (Suzuki Jimny, 34) und Claus Winhard (Jeep Cherokee, 34). Ralf Schulz, Marc Linz, Daniel Straub und Claus Winhard fielen aus. Dritte Veranstaltung/Finallauf am 16. bis 18.09.2011 in 034197 Jänschwalde Ost.

 

Ausführlicher Bericht, Textübernahme marathonrally.com: Die 31 angetretenen Teams lieferten sich auf der neuen 17 KM langen Rennstrecke ein spannendes  Rennen um Minuten. Die Streckenverhältnisse waren anfangs teils schlammig und wurden mit zunehmender Renndauer staubig. 23 Teams erreichten das Ziel.
Jan Breckwoldt / Birgitt Köpf und Stefan Schneider auf Polaris RZR waren die Gesamtsieger aller Klassen. Sie fuhren 68 Runden in 24:08:26 Stunden (1.126 KM !) vor dem Quad Team Marco Weber, Aleandra Weber (Suzuki, 67 Runden, 24:23:22) und Paul Rowney und Team (66 Runden, 24:26:55).
In der T1 (Prototypen Proifwertung) gewann Michael Hinz / Eike Hennies / Michael Dziambor (Mercedes G, 44 Runden). vor Ingo und Silke Kaldarasch / Jörg Hering und Andreas Beck (40 Runden, Mercedes G), der Dritte Ralf Berlit (musste sich nach einem Defekt mit letzter Kraft ins Ziel schleppen) im „Victory 1 Jeep“ (39 Runden).                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  In der T1 Teamwertung setzte sich das Dactec (Mitsubishi) Team gegen Thaler/Schüttel/Schlacht (Mercedes) durch.
In der T2 Teamwertung siegte Eisenhuth/Giebel (Mercedes).Bei den serienmässigen Pkw der Klasse T2 gewann souverän Hartmut Möbus im Mitsubishi Pajero mit 54 Runden und 24:10:04 Stunden vor Jan Holtz (Mitsubishi Pajero, 44 Runden) und Ellen Lohr / Thomas Wallenwein / Bruno Oliveras / Chriss Vogler (Mercedes ML).                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Trucks: Nach dem frühen Aus von Uwe Zirbes (Hummer H1) war klar: Ralf Finkel macht die Sache sicher. Das tat er dann auch mit seinem giftgrünen Mercedes Unimog: Mit 45 Runden und 24:41:13 war der Sieg in der Tasche. Dennoch Freude beim Hummer Racing Team, denn Bettina Zirbes im Steyr-Lkw erreichte knapp die geforderten 75% Renndistanz und platzierte sich mit 33 Runden auf Platz 2 vor Ulli Müller (Chevrolet, 28 Runden) und Rolf Kempf (Mercedes Unimog, 28 Runden).                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Ellen Lohr hatte mit sehr vielen technischen Problemen zu kämpfen, landete letztlich im mittleren Drittel der 31 angetretenen Teams. Dennoch hatte sie für die Veranstaltung in Schwerin viel Lob übrig: „Die Strecke ist für einen Serien-Geländewagen wie meinen mörderisch. Sie ist zweifelsfrei internationalen Standard, aber im Vergleich mit Portugal nicht so schnell, wie viele behaupten. Trotzdem ist das hier eine super Veranstaltung und sehr gut organisiert. Richtig begeistert war ich von der technischen Abnahme vor dem herrlichen Schloss. Ich war das erste Mal bei der GORM, habe in einer guten Szene viele nette Leute kennengelernt. Ich komme sicher wieder nach Schwerin, dann aber mit einem siegfähigenAuto!“                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Wiederkommen möchte auch GORM-Chef Jörg Sand. „Nach diesem Wochenende waren alle Teilnehmer begeistert. Wir haben hier ideale Bedinungen, die Teilnehmer und wir von der GORM sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung und der Vorbereitung durch die SOREA. Vielleicht machen wir hier nächstes Jahr sogar zwei Rennen. 2500 Zuschauer sind eine gute Ausgangsbasis für 2012.“

P.S.: Der Verfasser war selbst leider nicht vor Ort in Schwerin, der WM-Lauf Rallye Deutschland rief ihn nach Trier. Bericht hier im autoreport-pb. Foto (4): Dietmar Albrecht, Schwerin