In der WRC2-Wertung fährt der Mecklenburger Armin Kremer auf Platz 3 der WRC2-Wertung, Sieger: Sebastien Ogier

Sieger WM-Lauf Rallye Deutschland: Ogier/Ingrassia, VW Polo R WRC; Foto: P. Bohne

Sieger WM-Lauf Rallye Deutschland: Ogier/Ingrassia, VW Polo R WRC; Foto: P. Bohne

  Trier (pb): Spannung pur im Finale der Rallye Deutschland. Während an der Spitze Sebastien Ogier (VW Polo R WRC) nach 17 von 18 Wertungsprüfungen souverän seinem nächsten Sieg entgegenfährt, hetzen sich hinter ihm Dani Sordo und Thierry Neuville (beide Hyundai i20 WRC) sowie VW-Driver Andreas Mikkelsen im Sekundenabstand durch die Weinberge.

WRC2 Sieger: Esapekka Lappi, Skoda Fabia R5; Foto: P. Bohne

WRC2 Sieger: Esapekka Lappi, Skoda Fabia R5; Foto: P. Bohne

Skoda-Team Armin Kremer/Pirmin Winklhofer (Fabia R5); Foto: P. Bohne

Skoda-Team Armin Kremer/Pirmin Winklhofer (Fabia R5); Foto: P. Bohne

Show-Start Porta Nigra Trier, Skoda-Team Kremer/Winklhofer; Foto: Klasus Prosch

Show-Start Porta Nigra Trier, Skoda-Team Kremer/Winklhofer; Foto: Klaus Posch

In der WRC2 dagegen scheinen die Würfel gefallen zu sein. Armin Kremer, am Freitag, erster Tag des WM-Laufes Rallye Deutschland, sensationell auf Platz 1 und 9. der Gesamtwertung, kämpft um den Erhalt des angestrebten Podiumsplatz. Sonnabend lief es nicht so gut, ein Dreher und ein Verbremser bei schwierigen Streckenverhältnissen (Regen) verursachten Zeitverlust und warfen den mecklenburgischen Skoda-Piloten im Fabia R5 auf Platz 3 in der WRC2 zurück.  Die Führung übernahm der Finne Esapekka Lappi im Werks-Skoda Fabia R5, gefolgt vom zweiten Werks-Skoda mit Jan Kopecky. Kremers Rückstand zu Kopecky: 23,6 sec.                                                                                                                                                                                                        Ein schwerer Unfall von Citroën-Pilot Stephane Lefebvre (FRA; Citroen DS3 WRC) hat zum Abbruch der 10. WP „Panzerplatte“ geführt. Beifahrer Gabin Moreau soll sich dabei Verletzungen zugezogen haben.                                                                                                                                                                                               Vor der Final-WP 18 (Power Stage) am gestrigen Sonntag im Service Armin Kremer: „In der Summe können wir sehr zufrieden sein – Ergebnis ok!“ Und BBR-Teamchef Raimund Baumschlager ergänzte: „Armin hat am ersten Tag überrascht mit der WRC2-Führung. Gestern bei den schwierigen Streckenverhältnissen ist er clever gefahren, so eventuelle Ausrutscher vermieden.“ Kremer lies sich nicht mehr überraschen, fuhr in der WRC2 auf den angepeilten Podiumsplatz und belegte Rang 10 der Gesamtwertung.

Opel Adam R2-Team Griebel/Kopzcyk; Foto: P. Bohne

Opel Adam R2-Team Griebel/Kopzcyk; Foto: P. Bohne

Das ADAC Opel Rallye Junior Team hat beim deutschen Gastspiel der FIA Rallye-Weltmeisterschaft im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland rund um Trier groß abgeräumt. Vor einer eindrucksvollen Kulisse von Zehntausenden begeisterter Rallye-Fans feierten Marijan Griebel (27, Hahnweiler) und Julius Tannert (26, Zwickau) in ihren Werks-Opel ADAM R2 in der stark besetzten Wertungsgruppe RC4 einen eindrucksvollen Doppelsieg. In der Gesamtwertung klassierten sich die beiden Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport inmitten deutlich leistungsstärkerer, mehrheitlich allradgetriebener Fahrzeuge auf den Positionen 18 und 19.
Damit feierte Marijan Griebel den angestrebten Klassensieg-Hattrick bei der ADAC Rallye Deutschland. „Es war eine Bilderbuch-Rallye für uns, freute sich der Pfälzer. Der ADAM R2 ist gelaufen wie ein Uhrwerk,  hatten während der gesamten Rallye kein einziges Problem und sind praktisch fehlerfrei durchgekommen. Eine bessere Vorbereitung für den anstehenden Lauf zur Junior-Europameisterschaft nächste Woche bei der Rallye Barum in Tschechien, wo es für uns um den Gewinn des Europameistertitels geht, hätte ich mir nicht wünschen können. Ich bin überglücklich!“ Julius Tannert (Zwickau) und seine luxemburgische Beifahrerin Jennifer Thielen machten mit Rang zwei den Triumph für das ADAC Opel Rallye Junior Team komplett. In der Rallye-Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior) liegen die deutschen Opel-Werksfahrer Griebel und Tannert gegenwärtig auf den Positionen zwei und drei. Vor allem Griebel, Ende Juni Gewinner der Rallye Ypern in Belgien, hat angesichts der Streichresultat-Regelung – nur die vier besten der sechs Saisonergebnisse fließen in die Gesamtwertung ein – exzellente Titelchancen.

22 Opel Adam, sie waren das meistgefahrene Modell im gesamten Startfeld der Rallye Deutschland. Den Löwenanteil stellten die Fahrzeuge aus dem ADAC Opel Rallye Cup, die im Rahmen der ADAC Rallye

jari Huttunen/Antti Linnaketo, Opel Adam Cup-Sieger 2016; Foto: Opel

Jari Huttunen/Antti Linnaketo, Opel Adam Cup-Sieger 2016; Foto: Opel

Deutschland gleich zwei Wertungsläufe austrugen. Die Nachwuchsfahrer in ihren 140 PS starken ADAM Cup begeisterten die Fans an den Strecken mit engen Kämpfen und kompromissloser Fahrweise. Der deutsche WM-Lauf war die adäquate Kulisse für die Meisterkrönung: Der 22-jährige Finne Jari Huttunen sicherte sich mit seinen Saisonsiegen vier und fünf vorzeitig den Titel in Europas stärkstem Rallye-Markenpokal.

 

Sieger WRC: Sebastien Ogier, auf den Plätzen 2 und 3 folgten Dani Sordo (+20,3 sec) und Thierry Neuville (+20,4).                                                                                                                            WRC2-Wertung: 1. Esapekka Lappi (FIN), 2. Jan Kopecky (CZE, + ,beide Skoda-Werksteam Fabia R5), 3. Armin Kremer (D, Skoda Fabia R5, +1:33,8 min ).  14. Fabian Kreim (Skoda Deutschland, Fabia R5, +17:29,2/30. Gesamtwertung                                                                                                                                                                                                                              RC4-Wertung: 1. Griebel/Kopczyk, 2. Tannert/Thielen +46,8 (beide Opel Adam R2, 3. Andolfi/Fenoli, Peugeot VTi R2 +1:26,7