2. Schweriner 24-Stunden Offroadrennen: Fahrer, Fans und Anlieger litten unter der enormen Staubentwicklung. In der Nacht 90minütige Rennunterbrechung, Lokalmatador Ingo Kaldarasch mit Co-Pilotin Jule Haenschke im All-Star-Team um Teamchef Frank Stensky (Mühlhausen) das Siegteam nach 24 Stunden.

startbild2.jpgSchwerin (pb): Auf die 17 Kilometer lange Offroadrunde im Sorea-Park Schwerin ging mit der Bestzeit im Qualifying (gezeitete Runde: 19:43:059 min) das All-Star-Team Frank Stensky, Oliver Koepp, Sven Knorr und Ingo Kaldarasch am Freitagnachmittag Punkt 19:00 Uhr ins 24-h-Rennen als erstes Team der Klasse T1 (verbesserte Geländewagen). Zwar hatte es am Donnerstag noch geregnet, dies aber hatte keinen Einfluss auf die Rennstrecke des Sorea-Parks südlich der Landeshauptstadt, Staub und nochmals Staub bestimmte die ersten Runden.
Schwerins Dezernatsleiter Dr. Wolfram Friedersdorff (Wirtschaft, Bauen, Ordnung) schickte mit der Startflagge die 48 Teilnehmer auf den 2. Lauf zur deutschen Offroadmeisterschaft (GORM).
Jutta Kleinschmidt (Monaco) Dakarsiegerin 2001, steckte zu diesem Zeit noch im Stau auf ihrer Anreise vom Nürburgring nach Schwerin. Kaum gegen 18:30 Uhr angekommen, spürte sie als juttakleinschmidtbild3autogramm.jpgeiner der ersten Fans der 10jährige Bub Ole Stephan aus Rostock auf und ergatterte so ein Autogramm von der „Wüsten-Lady“.
suzukijimnybild4.jpgSie selbst startete mit Michael Seeger (Nürnberg), Gewinner des Preisausschreibens „Bist Du hart genug“ von Samsung/GORM auf dem Co-Sitz in einem Suzuki Jimny. Eigentlich waren vier Runden geplant, doch in der Dritten verlangte der Gast Co-Pilot dringend nach einem Stopp. Seine Blase drückte, er wollte nicht den heißen Co-Sitz kühlen. War aber gut dieser vorzeitige Stopp, so Kleinschmidt. Der Luftfilter war abgesprungen, wie dann beim Kurzcheck festgestellt wurde. Eingesetzt wurde dieser Offroadrenner vom Team Werk 1 Racing rund um den TV-Produzenten Michael Podlogar (Österreich). Suzuki Deutschland unterstützte den Start von zwei Jimny, auch der Schweriner Dennis Meyer war mit im Einsatz. Ins Ziel kamen Podogar, Kleinschmidt, Meyer, Ponce auf Rang 16., der zweite Jimny fiel der harten Strecke zum Opfer – Fahrwerksschaden.
Der Schweriner Matthias Beyer brachte den Ex-Mercedes G300 GE von Ingo Kaldarasch an den Start. Im Prolog auf dem 15. Platz, konnte er sich auf Platz 8 vorkämpfen, dann Mittags gegen 12:00 Uhr matthiasbeyerbild2schwerin.jpgvorzeitiges Ende. Matthias Beyer: „Der Getriebehalter ist abgerissen, die Kardanwelle dadurch bedingt abgeschert. Richtig schade für uns, waren auf gutem Weg nach vorne“.
hartmutmoebusbild7.jpgVorne begeisterte der Kampf um die Spitze, das All-Star-Team behauptete dies ab Start, aber der T2-Starter (seriennahe Geländewagen) Hartmut Möbus (Berlin, Mitsubishi Pajero) setzte dem Team um Lokalmadator Ingo Kaldarasch erheblich zu. Sein Vorteil: Lange Einsätze über vier bis sechs Runden, während das Top-Team doch öfter zum Fahrerwechsel, Nachtanken und Kurzrevision des Renners ins Fahrerlager kam.
Gegen 23:00 Uhr kam es zu einer Unterbrechung des Rennens, Ordnungsamt und Polizei gingen Anrufen von Anwohnern nach, die sich durch das 24-h-Rennen belästigt fühlten. Vor allem die Staubentwicklung war Anlass zu Beschwerden. Der Veranstalter unterbrach das Rennen für ca. 90 Minuten, dann legte sich der Staub und es konnte weitergefahren werden.
hummerbuggybild5.jpgEin Publikumsliebling war der Hummer Buggy XXL von Uwe Zirbes aus Hagen. Mit einem 7-Liter V8-Motor, Leistung 605 PS, ausgestattet, sollte es eine gelungene Premierenfahrt in Schwerin werden. Lief der „Monster-Buggy“ und „brüllte“ sein Triebwerk, schoss das Mega-Wüstenschiff ab wie eine Rakete. Doch so ein Premierenstart ist vielfach problematisch. Zunächst entstanden Schäden am Race Buggy durch die Fahrt eines VIP-Gastes, dann traten technische Probleme auf. Uwe Zierbes konnte am Prolog nicht teilnehmen, Folge: Letzter Starter. Dazu Zirbes: „Dann muss ich halt das Feld von hinten aufrollen“. Klappte zunächst auch, Zirbes: „In den ersten sechs Runden habe ich 26 Fahrzeuge überholt, wurde dann aber zweimal zurückgestuft“. Rennchef Jörg Sand: „Wir mussten ihn mehrfach ins Fahrerlager zurück schleppen, logisch das seine Aufholjagd so umsonst war“. Ein gebrochenes Gaspedal war eine der 112skodaoctaviabild6.jpgAusfallursachen.
Josef Dryje (Skoda Octavia CC9 hatte seine Fangruppe aus Pilsen mitgebracht, bei jeder Durchfahrt in Boxenhöhe standen die Bewunderswert der Kampfgeist und Einsatz der Quad-Driver. quad71bild3a.jpgquad83bild3b.jpgDie Startnummern 71 (Heil, Schulz, Hoffmann, Kaffer) fuhren inoffiziell im Gesamtklassement auf Platz 2).
Rund 60 Helfer hatte Mitorganisator Ingo Kaldarasch an der Strecke und im Fahrerlager im Einsatz, dazu kam noch DEKRA Schwerin (Technische Abnahme), DRK und Feuerwehr. Für die FF Schlossgarten schoben Richard, Matthias und Phillipp die dritte Schicht im Sorea-Park am Sonnabend. Dank allen Helfern, so Ingo Kaldarasch im Ziel und bei ihm und seiner Co-Pilotin, SVZ-Stadtreporterin Jule Haenschke, große Freude zum Gesamtsieg.ffschlossgartenbild6a.jpg
Foto (13): P. Bohnedekrabild9renehesske.jpg allstarteambild8.jpgingojulebild7siegfreude.jpg