Der neue Hyundai i20 macht gegen seine Mitwettbewerber Polo, Corsa & Co. eine gute Figur. Anfang März 2009 schließt der i20 die Hyundai- Modelllücke zwischen i10 und i30. Und nach oben kommt im April der iX 55 auf den Markt.

Schwerin (J.H./pb):
Mit einer gut positionierten Modellpalette sagt Hyundai sowohl der Wirtschaftkrise als auch der Konkurrenz den Kampf an. Hyundai-Chef Werner H. Frey ist trotz des schwierigen Marktumfeldes zuversichtlich und sieht besonders im Klein- und Kompaktwagenbereich gute Absatzchancen.
hyundaii20bild1Img_0444.jpgNeuestes As im Ärmel ist der Getz-Nachfolger i20, ein in Deutschland völlig neu entwickeltes Modell in der Polo- und Corsa-Klasse. Die Markteinführung des Fünftürers erfolgte am 7. März 2009 zu Preisen ab 12.000,- €. Zur Auswahl stehen die drei Ausstattungslinien „Classic“, „Comfort“ und „Style“. Im April kommt die dreitürige Version (ab 11.250,-€) hinzu und im Herbst folgen die ersten Benziner mit dem Umweltsparpaket „i-Blue“.

Der Neue weckt sofort Sympathie, er ist in der Tat ein Blickfang. Sein frisches Design wird von dem großen Kühlergrill, hyundaii20bild2.jpgden tropfenförmigen Scheinwerfern und den markanten Seitenlinien bestimmt. Die Anlehnung an den größeren – erfolgreichen – Bruder i30 ist dabei nicht zu übersehen. Die Länge von 3,94 Meter (plus elf Zentimeter) kommt nicht nur den vorderen Sitzen, sondern auch dem Fond zugute. Hinten sitzen auch Erwachsene erstaunlich gut. Der Gepäckraum ist gegenüber dem Vorgänger hyundaii20bild4.jpgum 16 Prozent gewachsen und kann jetzt von 295 bis 1.060 Liter schlucken. Die Rücksitzlehne lässt sich serienmäßig im Verhältnis 60:40 umklappen. Standard sind unter anderem neben ASB und ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) auch Servolenkung, Zentralverriegelung und ein integriertes CD-Radio mit AUX-Anschluss.

Bei der ersten Bekanntschaft mit dem selbstbewussten Herausforderer hat seine Wendigkeit gefallen, die der Fahrer besonders im Stadtverkehr schnell schätzen weis. Somit wird auch das Rangieren und Einparken in enge Parklücken erleichtert. Eigenschaften, die Kleinwagen favorisieren und besonders bei Frauen gut ankommen. hyundaii20bgbild5.jpg

Dazu die Schwerinerin Polo-Fahrerin Beate Grabowski (32 J.): Der Hyundai i20 sieht mit seinem modernen Design recht gut aus. Das Auto fährt sich schön leise, mir gefällt der spritzige Anzug (Motor 1,4-Liter/101 PS). Wenn der Vorgängertyp Getz als „Frauen-Auto“ bezeichnet wird, kann ich dem nicht so ganz folgen. In Hinblick auf die Größe des i20 sicherlich ja und wendig ist der Kleine auch. Dabei hat er einen erstaunlich großen Kofferraum.

Die vielfältige Motorenpalette kann die unterschiedlichsten Kundenwünsche erfüllen. Basis-Benziner ist der komplett neu entwickelte 1,2-Liter-Vierzylinder mit Mehrventiltechnik und einer Leistung von 78 PS (57 kW). Er ist wirtschaftlich (5,2 Liter Superbenzin auf 100 km) und überzeugt durch seinen kultivierten Lauf. In der Spitze schafft er 165 km/h und rennt in 12,9 Sekunden von Null auf Tempo 100. Flotter geht es mit den beiden 1,4- und 1,6 Liter großen Ottomotoren voran, die übrigens bereits im i30 zum Einsatz kommen. Mit 6,0 Litern beim 101 PS (74 kW) starken 16-Ventiler und 6,1 Litern beim 126 PS (93 kW)-Modell steht auch die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Beide Varianten sind gegen einen Aufpreis von 1.090,-€ auch mit einem Automatikgetriebe erhältlich.

Der mit einen Sechsganggetriebe kombinierte 1.6 CRDi mit 116 PS (85 kW) verfügt serienmäßig über einen Dieselpartikelfilter und gibt sich äußerst agil. In 10,7 Sekunden spurtet er aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von190 km/h. Den kombinierten Verbrauch gibt der Hersteller mit 4,4 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer an. Der CO2-Wert soll bei 117 Gramm pro Kilometer liegen. Ende des Jahres wird die Dieselpalette um einen 75 PS (55 kW) oder 90 PS (66 kW) starken 1.4 CRDi, der auch die Basis für das spätere Sparmodell i20 Blue bildet, erweitert.

hyundaii20cockpitbild6.jpgFazit: Pfiffiger Kleinwagen aus Korea. Der Hyundai i20 geht als Sympathieträger der Marke ins Rennen und wird auch der Frauenwelt so richtig gut gefallen wie sein Vorgänger Getz. Foto (5): P. Bohne