Gravierende Unterschiede bestehen zwischen Markenwinterreifen und Billigimporten aus Fernost. Billigreifen sparen zwar Kosten, sind aber für den Halter und andere Verkehrsteilnehmer äußerst gefährlich. Längerer Bremsweg und früheres Spurausbrechen kennzeichnen die Billigimporte.contiwinterbild2.jpg Wietze/Jeversen (pb): Die Nebenwirkungen allzu preiswerter Reifenkäufe können verheerende Folge haben, wie Presse-Fahreindrücke im Contidrom aufzeigten.
3er BMW Limousinen waren mit asiatischen Billigreifen der gängigen Dimension 205/55 R16 und vergleichsweise mit dem ContiWinterContact TS 830 ausgestattet.
Zwei Fahrprogramme – Handlingkurs mit Nassstrecke und Bremsverhalten bei 80 km/h – und die Demonstration eines Live-Crash-Test, standen im Tagesprogramm der nationalen Pressevertreter.
Bereits auf dem Handlingkurs offenbarte sich der Unterschied „Billigreifen“ zum Hightech Produkt ContiWinterContact TS 830 recht eindrucksvoll. Hielt der 3er BMW mit dem Conti-Wintereifen noch bei Geschwindigkeiten um 70 km/h der gewollten Spur, so setzte das ESP beim asiatischen Winterreifen bereits ab ca. 50-55 km/h gewaltig ein um das Fahrzeug in der Spur zu halten.contiwintercontactts830bild2.jpg
Noch deutlicher zeigte sich der Unterschied beim Bremsverhalten. Bei einer Vollbremsung aus 78 km/h erreichte ich bei Fernost-Bereifung 44,1 Meter bis zum Stillstand elektronisch gemessen, vergleichweise bei 79,1 km/h mit dem Conti-Winterreifen stand der BMW nach 34,7 Metern.
Der ContiWinterContact TS 830 ist der erste Winterreifen, der speziell auf die Wirkungsweise moderner Fahrerassistenzsysteme optimiert wurde. Möglich wurde dies durch ausgefeilte Profilstrukturen mit einer neuartigen 3-D-Lamelle, einer geänderten Seitenwandkonstruktion sowie neuen Polymermischungen in der Lauffläche. Dieser neue Hightech Winterreifen für Fahrzeuge mit Felgengrößen in 15 und 16 Zoll steht mit Freigaben bis zu 240 km/h ab sofort im Handel bereit.
Die Fahreigenschaften auf Schnee und Eis konnten um bis zu sieben Prozent angehoben, auf nasser und trockener Fahrbahn bis zu fünf Prozent gegenüber dem Vorgängermodell verbessert werden, so Continental. Ein Sicherheitsgewinn für alle Verkehrsteilnehmer in der kalten Jahreszeit. Hinzu kommt, das der ContiWinterContact TS 830 bei dem für weniger Kraftstoffverbrauch und geringeren Schadstoffausstoß wichtigen Rollwiderstand durch seine neue Silica-Laufflächenmischung auf demselben Niveau wie ein Sommerreifen liegt.
contiwiontercontactbild3.jpgIn der abschließenden Demonstration eines Crashtestes Auto gegen Radfahrer wurden die Unfallauswirkungen aufgezeigt. Ein Pkw Audi A4 Bj. 2000, mit „Billigreifen“ rammte aus 55 km/h trotz Vollbremsung noch mit einer Restgeschwindigkeit von rund 30 km/h einen Radfahrer. Mit Premium-Bereifung aus europäischer Produktion hätte der Audi bereits vor dem Radfahrer gestanden. Noch gravierender treten die Unfallfolgen für Pkw-Insassen auf. Bereits ein Unterschied von ca. 10 km/h Aufprallgeschwindigkeit hat verheerende Folgen. Rund 24 Prozent reduzierte Bremskraft beim qualitativ schlechten Importreifen wurde ermittelt, A-Säule und Dachkante sowie Türschweller wurden deutlich verformt. Die Fahrertür ließ sich kaum noch öffnen – selbst Ersthelfer am Unfallort hätten eine Zugkraft von über 60 kg aufbringen müssen.contiwintercontactbild4.jpg
Alle unsere Testfahrten bewiesen, vor „Billigreifen“ aus Fernost ist zu warnen. Die auftretenden Risiken stehen in keinem Verhältnis zu der finanziellen Einsparung.
Foto (4): P. Bohne