Im Doppelpack – 2xArmin: All German Motorsports (AGM) zur PRIMM 300 in den USA mit zwei Buggys im Einsatz. Deutsche Fahrer:  Armin Schwarz und Armin Kremer. Der Mecklenburger fuhr noch am vergangenen Samstag als Vorausfahrzeug der Niederbayern-Rallye einen BMW M3, startete danach zum Airport Frankfurt/M. und düste über den großen Teich. 

Armin Schwarz (li.) und Armin Kremer Bild3Las Vegas/Schwerin (pb): Als Glücksspieler reisen die deutschen Rallye-Asse Armin Schwarz und Armin Kremer sowie ihre kalifornischen Fahrerkollegen Martin Christensen und Adam Pfankuch nicht nach Nevada (USA), ganz und gar im Gegenteil. Das Duo Schwarz/Christensen hat ein klares Ziel: Beim vierten von fünf Läufen zur SCORE-Serie, der bestbesetzten und am härtesten umkämpften Offroad-Meisterschaft der Welt wollen sie mit einer Top-Platzierung an die Tabellenspitze fahren.
Wilder ist kein Westen – auch nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Bei der SCORE Terrible PRIMM 300 am kommenden Wochenende (05./06.09.08) vor den Toren der Spielermetropole Las Vegas bläst das All German Motorsports Team (AGM) erneut zum Angriff auf die US-amerikanische Offroad-Elite. Auch Armin Kremer und Adam Pfannkuch, die sich den zweiten, über 600 PS starken „Class-1“-Powerbuggy des Teams All German Motorsports (AGM) teilen, wissen was sie wollen. „Bei meinem Debüt bei der BAJA 500 im Mai haben wir auf Anhieb das Ziel erreicht. Jetzt wollen wir weitere Erfahrungen sammeln, um beim Saisonhighlight, der legendären und ultimativen BAJA 1000 im November in Mexiko, optimal vorbereitet zu sein,“ sagt Kremer, der als Deutscher-, Europa- und Asien-Pazifik-Rallye- Meister neben Namensvetter Schwarz zum Besten zählt, was Rallye-Deutschland zu bieten hat. Armin Kremer beim Test in der Lausitz (Foto: P. Bohne)
„Beim so genannten ‚Drawing’, der Verlosung der Startpositionen, hatten wir diesmal leider etwas Pech und müssen als letzte der am bestbesetzten Class-1-Topklasse für ‚Unlimited’-Buggys auf die Strecke. Das heißt kräftig Staub schluckenAGM Buggy im Einsatz (Foto AGM) und vorsichtig agieren. Denn auf den weitläufigen, zum Teil sandigen, dann wieder extrem felsigen Pisten kann es einen schnell erwischen, dann ist man raus. Ein entscheidender Unterschied bei der PRIMM 300: Statt des üblichen, mehrtägigen ‚Pre-run’ haben wir nur eine Besichtungsrunde. Gut, dass mein amerikanischer Co-Pilot Adam Pfankuch dieses Rennen schon mehrmals gefahren ist.“
Armin Schwarz, der 2007 hier das Class-1-Podium nur ganz knapp verfehlte, teilt die Einschätzungen seines deutschen Baja-Kollegen. „Mir ging es im Vorjahr ähnlich wie heute Armin Kremer. Temperaturen von jenseits der 40 Grad und die extreme Staubentwicklung haben auch mich anfangs irritiert. Aber hast du erstmal den Helm auf, gilt es cool zu bleiben und nicht übermütig zu werden. Sonst kann es mit den Geräten, die wir hier bewegen, zügig daneben gehen. Aber bange ist mir nicht. Wenn es für Armin und Adam gut läuft, können sie ebenso um eine Podiumsplatz kämpfen, wie wir im Vorjahr.“
Im Blickpunkt der spektakulären Geländejagd steht jedoch die deutsch-kalifornische Paarung Armin Schwarz/Martin Christensen, die mit Startnummer 101 als erste der „Unlimited“-Topklasse am Start steht. Das Top-Duo von All GermanWilde Sprünge: AGM Buggy im Einsatz (Foto AGM) Motorsports will beim 288 Meilen-Ritt (463 Kilometer) weiter an den Grundfesten der bis dahin konkurrenzlosen US-Offroad-Elite rütteln und am besten wie schon bei der SCORE San Felipe 250 im Frühjahr ganz oben auf das Siegerpodest donnern. „Warum auch nicht“, ist Team-Chef Christensen zuversichtlich. „Mit der Unterstützung unserer Partner haben wir unsere Buggys nochmals weiterentwickelt. Umfangreiche Testfahrten bestätigen meinen positiven Eindruck. Direkt vor dem Rennen werden auch die beiden Armins und Adam einige Testmeilen abspulen.“
Die Offroad-Erlebnisse von Schwarz und Kremer werden in einem eigenen 30-Minuten-Beitrag im Rahmen der RTL Formel-1-Berichterstattung vom Großen Preis in Italien am 13. September ab 15.25 Uhr ausgestrahlt. „Eine tolle Geschichte und für uns ein zusätzlicher Ansporn. Schon deswegen, wollen wir diesmal ganz vorne mitmischen“, hoffen die deutschen Baja-Boys Armin Schwarz und Armin Kremer. Foto (4): AGM (3), P. Bohne