Äußerst schlechte Witterungsbedingungen auf Korsika zum französischen Rallye WM-Lauf – Kremer am 2. Tag hervorragend auf Platz 3 in der WRC 2 – Wertung, dann der Ausfall am heutigen Sonntag.

Korsika/Schwerin (pb): Eigentlich war der französische WM-Lauf wie im vergangenen Jahr im Elsass geplant, bedingt durch organisatorische/finanzielle Probleme dann aber für 2015 zurück nach Korsika gezogen.  Hier fand die Veranstaltung bereits bis 2008 statt.
Die „Rallye der 10.000 Kurven“, die nach sieben Jahren nun ihr WM-Comeback feiert, gilt als eine der größten Herausforderungen im diesjährigen WRC-Serie. Die auch von Armin Kremer vorher gesehenen Wetterkapriolen machten seinen Einsatz noch schwieriger. Dauerregen am Donnerstag und Freitagmorgen sorgte auf der ganzen Insel Korsika für Überflutungen und Erdrutsche. Dazu kam stürmischer Wind, der auch so einiges im Servicepark durcheinander wirbelte. Auch das BRR- (Baumschlager Rallye&Racing, Österreich) wurden auf dem Weg nach Corte im Zentrum der Insel von den Überflutungen und Geröllmassen auf den Straßen behindert, konnte aber immer rechtzeitig ihr Skoda-Team Kremer/Winklhofer betreuen.

Bereits zum Start der der „Tour de Corse“ wurde die Veranstaltung hart betroffen, Absage der Wertungsprüfung (WP) 1 am Freitag wegen Überflutung, dann am Sonnabend Absage der WP 4 wegen Geröllmassen auf der Strecke. Kremer beendete Tag 1 auf Platz 4 (WRC2) und den 19. Gesamtrang, verbesserte sich am 2. Tag auf Platz 3 mit etwas mehr als einer Minute Rückstand zum zweitplazierten Skoda Werksfahrer Esapekka Lappi (FL).
Wettervorhersage für die abschließenden drei WP am Sonntag: gut!!
Die Sonne geht gerade über Korsika auf und es verspricht ein schöner Tag zu werden. Der Regen, der das Programm der Rallye mehrfach durcheinander gewirbelt hat, wird kein Thema sein. Denn es ist Sonnenschein und Temperatur um 25 Grad Celsius. Für Armin Kremer wird es kein guter Tag, gleich die erste der drei sonntäglichen WP wird ihm zum Verhängnis. „Sotta-Chialza“ über 36,6 km. Kremer per SMS: „Hatten starkes Untersteuern, es war sehr feucht – knapp auf der Hälfte der WP setzte das Auto auf – da hilft dann auch kein Allrad!!“  Kremer musste auf dieser siebten Prüfung aufgeben, er war auf einen Erdwall gerutscht.

Den französischen WM-Lauf gewinnt Jari-Matti Latvala (VW Polo R WRC) vor Elfyin Evans (Ford Fiesta RS WRC) und Andreas Mikkelsen (VW Polo R WRC). Weltmeister Sebastien Ogier (VW Polo) kommt nach technischen Problemen nur auf Rang 15 ein. Die WRC2-Wertung gewinnt Julien Maurin (Peugeot 208 T16) vor Skoda-Werkspilot Lappi.
Nächster WM-Lauf: Rallye Spanien 23.-25.10.2015