Im Rallye WM-Lauf Deutschland wiederholt sich die Dramatik des Vorjahres. Top-Favorit Ogier und Latvala mit vorzeitigem Ausfall. Doppelsieg für Hyundai. Kremer behauptet sich im Starterfeld der WM-Driver hervorragend. ADAC Opel Rallye Junior Team Marijan Griebel/Alexander Rath im Opel Adam R2 Klassensieg und 24. Rang Gesamtwertung.

Trier (pb): Im Vorjahr gehörte der Mecklenburger Armin Kremer mit zu den Leidtragenden der frühzeitigen Ausfälle – wie die beiden VW-Werksfahrer Sebastien Ogier und Lari-Matti Latvala. Wie diesjährig stand VW im „Heimspiel“ auch in der Saison 2013 vor dem „Matchball“ des vorzeitigen Gewinn des WM-Titels – und patzte erneut. Zunächst verabschiedete sich Sebastien Ogier bereits in der WP 6 am ersten Wertungstag, die Führung im WM-Lauf Rallye Deutschland übernahm Lari-Matti Latvala. Ogier rutschte mit seinem VW Polo R WRC von der Strecke und etliche Meter runter auf eine parallele Weinbergstraße.  Die entpuppte sich allerdings als Sackgasse, kein Entkommen für Ogier. Der Polo R WRC überstand den Ausflug fast unbeschädigt. Folge: eine nicht absolvierte WP bedeuteten 10 Strafminuten, Weltmeister Ogier fiel auf Rang 35 zurück.

 

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Fotos: Technik Einweisung Kremer, Ehrenstart Porta Nigra Trier, Kremer,  Gesamtsieger Thierry Neuville (Hyundai i20 WRC)
VW-Pilot Latvala setzte am zweiten Wertungstag seine Erfolgsfahrt fort und behauptete sich an der Spitze des WM-Staterfeldes souverän und baute seinen Vorsprung auf 56,6 sec. Vor dem Citroen-Piloten Cris Meeke (GBR) aus. Latvala: „Die launischen Witterungsbedingungen forderten von uns besonders hohe fahrerische Qualitäten. Die WP`Baumholder waren sehr schmierig, also das Risiko rauszurutschen extrem Hoch. Armin Kremer konnte hier von seinem großen Erfahrungsschatz der vielfachen Absolvierung der Wertungsprüfungen „Panzerplatte“ leben, lenkte seinen Skoda Fabia Super 2000 geschickt über die Piste und freute sich über Gesamtrang 15 und in der Klasse WRC2 Platz vier gewaltig. Kleine Trübung, 10 sec. Zeitstrafe für einen Frühstart.
Ogier  überstand gleich am Morgen die WP-Prüfung „Petersberg“ nicht. Bei seinem Unfall wurde die Leitplanke so nachhaltig beschädigt, dass die WP 9 abgesagt wurde. Und dann verlor auch Lari-Matti Latvala seinen VW Polo R WRC in der WP 12.
Bei zunächst gutem Wetter am dritten Wertungstag (Sonntag) mussten die vier Wertungsprüfungen WP 14 – 18 absolviert werden. VW-Werksfahrer Lari-Matti Latvala flug auf der WP 15 ab in den Weinberg. Ungewollte „Weinlese“, Drama für dasVolkswagen Motorsport Team. Wieder den „Heim-Matchball“ nicht  erfolgreich abgeschlossen.

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Fotos: Mikkelsen, Griebel, Kremer, Kremer-Baumschlager-Wicha

Überraschender Sieger: Thierry Neuville (BEL) im Hyundai i20 WRC, der hatte noch im Shakedown am Donnerstag (Test vor Start) einen heftigen Abflug. Platz 2 für Vorjahressieger Dani Sordo, ESP, (Vorjahr Citroen DS3 WRC), Hyundai i20 WRC, Rückstand 40,7 sec. und als Dritter rettet Andreas Mikkelsen (FIN/Rückstand 58,0 sec.) die VW Ehre.
Armin Kremer fährt auf einen hervorragenden Gesamtrang 12, platziert sich als Dritter in der Klasse WRC2. Der von Mentor Kremer betreute ADAC Opel Junior Mirijan Griebel platziert sich im Adam R2 auf den 24. Gesamtrang und fährt einen sicheren Klassensieg ein.

Foto (8): P. Bohne

Kremer im Ziel: „ Mehr konnten wir nicht erwarten in dieser äußerst schwierigen Rallye. Dank an das RRB-Service Team, perfekte Vorbereitung des Fabia S2000 und perfekte Betreuung während der Rallye.“

Raimund Baumschlager, Rallye und Racing Baumschlasger (RRB), Österreich: „Perfekte Leistung vom Armin. Diese Platzierung ist selbst für mich eine ganz positive Überraschung“.