Große Herausforderungen für Mecklenburger Rallye-As Armin Kremer im Mai/Juni. Vom 27. bis 29. Mai startet der dreifache Deutsche Rallyemeister (1996, 98 und 99, Europameister (2001)und  APRC-Champion (2003) bei der Rallye WM in Argentinien. Anschließend geht es zur Score International Off-Road Racing Serie. Start mit Armin Schwarz in der BAJA California 500 (03.-05. Juni).

Severin/Schwerin (pb): Am Freitag, d. 20. Mai 2011 startete Armin Kremer nach Buenos Aires. In der Region Cordoba läuft vom 27. bis 29. Mai die 41. Rallye Argentinien als WM-Lauf.
Armin Kremer: „Eine neue große Herausforderung, Südamerika ist völliges Neuland für mich und ich bin sehr gespannt, was mich dort alles erwartet. Dies betrifft Land und Leute ebenso wie die völlig neue WRC (World Rally Car)-Szene. Mein letzter Rallyestart liegt auch schon einige Zeit zurück (2007 – Gruppe-N-Sieg Lausitz-Rallye im Subaru Impreza Gruppe N von Kremer Motorsport / Kuzaj Sport). Seit  2008 bin ich im Baja-Projekt mit Armin Schwarz und All German Motorsport in den USA involviert. Der nächste Start für mich ist am 02. Juni in der BAJA 500“.
arminkremerbild_1.jpgDas Rallyeauto, ein von Team Colsoul Motorsport Belgien vorbereiteter Mitsubishi Evo 10, ist bereits seit Wochen im Container auf Seereise unterwegs Richtung Argentinien. Anfang April war der Severiner in Belgien zum Testen. Kremer: „Der Mitsubishi Lancer Evo 10 ist nach dem Reglement der PWRC (Produktionswagen World Rally Car) aufgebaut, sein 4-Zylinder Turbo-Triebwerk leistet ca. 320 PS, permanenter Vierradanrieb“.  Das Auto wasserdurchfahrtbild2.jpgist bestens vorbereitet.

Co-Pilot an Kremers Seite ist Klaus Wicha (Bad Hersfeld), technischer Betreuer Fahrwerksspezialist Fredy Nowak (Köln). Mit Wicha hat Kremer zweimal die „Monte“ gefahren, Nowak betreute Kremers Europameisterschaft und die APRC-Einsätze in Südostasien 2003/04.
Die Rallye Argentinien läuft über drei Tage, 19 Wertungsprüfungen (379 km; 20% Asphaltanteil) sind von den 52 Fahrerpaaren zu absolvieren. Citroën, Ford und MINI sind mit Werkteams am Start, einzige Deutsche sind Kremer/Wicha mit Startnummer 25. Ford-Werksdriver Mikko Hirvonen reist als Zweiter der aktuellen WRC-Wertung nach Argentinien. Der 30ß-Jährige: Speziell die legendäre Prüfung „El Condor“ ist sehr hart, ihr Schotteranteil führt über enge, winklige und sehr steinige Pisten.Diser WM-Lauf bietet von allem etwas – auch Wasserdurchfahrten und besonders lange Prüfungen wie die WP „Ascochinga – Agua de Oro“ über 48,21 km“.- Rekordlänge im diesjährigen WM-Kalender.
WM-Stand nach 5 von 13 WM;-Läufen:
1.    Sabastian Loeb, Citronen, 100 Punkte, 2.    Mikko Hirvonen, Ford, 93, 3. Sebastian Ogier, Citroen, 81, 4. Jari-Matti Latvala, Ford, 68, 5. Petter Solberg, Ciroen, 46, 6. Mads Ostberg, Ford, 38. Teamwertung: 1. Citroen Total WRT, 167 Punkte, 2. Fortd Abu Dhabio, 150, 3. M-Sport Stobart, 61
Sport 1 berichtet im TV, die genauen Sendezeiten entnehmen Sie bitte dem aktuellen Programm des Münchner Sportsenders.

kremerchristensenbild4.jpgVon Buenos Aires geht es dann für Kremer gleich weiter zur BAJA 500 California nach Mexico. Zum ersten Mal wird sich Armin Kremer das Cockpit mit Armin Schwarz teilen. „Armin und Armin im gleichen Auto, das hat es bei der BAJA noch nicht gegeben“, so Armin Schwarz. Anlass dieser Premiere: AGM-Teamchef Martin Christensen – teilte sich bisher mit Armin Schwarz das Buggy-Cockpit -, verzichtet diesjährig auf einen Start bei der BAJA 500. Er widmet sich voll und ganz dem Aufbau eines völlig neuen Trophy-Trucks des AGM (All German Motorsports Team). Die US-Szene ist schon sehr gespannt auf dieses 800 PS  „Wüstenmonster“.
Das Ziel von „Armin & Armin“ für die BAJA 500 ist klar definiert: „Wir treten dort an, um zu gewinnen“, so Armin Schwarz. Die Vorzeichen stehen gut: Im vergangenen Jahr standen beide AGM-Crews mit ihren Buggys auf dem Podest. Schwarz/Christensen wurden Zweite, Kremer/Aigner Dritte. „Wir kennen die extrem harten Offroad-Strecken dort sehr gut, das ist ein Vorteil“, sagt Schwarz. „Ich selbst fahre den ersten Teil, Armin übernimmt buggyarminkremerbild3.jpgdann nach 250 Meilen und bringt unseren Buggy ins Ziel.
Armin Kremer: „Es ist natürlich klasse, dass nun Armin und Armin im gemeinsamen Buggy die BAJA 500 fahren. Wir sind dort zwar schon für dasselbe Team gefahren, aber dennoch jeder für sich selbst. Nun ziehen wir hoffentlich meinen ersten BAJA-Sieg an Land.“ Foto (4): P. Bohne