Mit dem Ziel, Kollisionen zu vermeiden oder Unfallfolgen zu minimieren, führt Volvo neue elektronische Helfer für erhöhten Insassenschutz in seine Oberklassen-Lomousine S80, den Erfolgskombi V70 und das allradgetriebene Multitalent XC70 ein.

Gavi (I; pb): „Heute konzentrieren wir uns vermehrt auf Technologien, die Unfallpotenziale im Voraus erkennen und schon im Ansatz verhindern sollen – also präventive Systeme“, so Volvo.

Aktives Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Bremsassistent Pro

Volvo Sicherheitssystem, im Frontgrill platziertes Radargerät. Bild1Das radar- und kameragestützte aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Bremsassistent Pro sorgt in einem Funktionsbereich von 30 bis 200 km/h automatisch für einen konstanten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der Radarsensor misst permanent die Distanz zum Vorausfahrenden und sorgt dafür, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Unabhängig von der Aktivierung des Systems informiert ein Distanz-Warner bei Unterschreitung des Sicherheitsabstandes über ein optisches Warnsignal in der Windschutzscheibe.
Bestandteil des aktiven Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystems ist der Bremsassistent Pro mit automatischer Einleitung einer Notbremsung. Dieses Aufprallwarnsystem berechnet Abstand und Bremskraft, die zur Vermeidung einer Kollision erforderlich sind und bezieht dabei die Reaktionszeit des Fahrers mit ein. Reagiert der Fahrer nicht auf eine drohende Unfallsituation, warnt der Bremsassistent Pro ihn mittels eines Headup-Displays durch ein in die FrontscheibeVolvo Sicherheitsradar, Warnbalken in der Frontscheibe. Bild2 projiziertes Warnsymbol sowie ein akustisches Signal. Zur Minimierung der Ansprechzeit wird der hydraulische Druck in den Bremsleitungen erhöht, zudem legen sich die Bremsbeläge an die Bremsscheiben an, um einen eventuell zu schwachen Pedaldruck auszugleichen. Betätigt der Fahrer dann die Bremse, steht sofort die volle Bremskraft zur Verfügung. Reagiert er nicht auf die Warnsignale, wird selbsttätig eine Notbremsung mit 50 Prozent der maximalen Bremsleistung eingeleitet. Dadurch lässt sich ein Aufprall unter Umständen zwar nicht gänzlich verhindern, allerdings reduziert sich die Aufprallgeschwindigkeit signifikant und die Unfallfolgen können so erheblich minimiert werden.

Konzentriert bleiben mit „Driver Alert“

Ein weiteres Feature von Volvo zur Unfallvermeidung ist Driver Alert. Dieses System warnt den Fahrer bei Übermüdung, unkonzentrierter Fahrweise und dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur. Driver Alert überwacht dazu mittels verschiedener Sensoren und einer hoch auflösenden Kamera die Bewegungsmuster des Fahrzeugs und registriert dabei, ob diese kontrolliert ablaufen oder nicht. Bei gravierenden Abweichungen wird der Fahrer durch optische und akustische Signale gewarnt. Fünf Balken im Bordcomputer zeigen den Konzentrationsgrad des Fahrers permanent an. Erscheint wegen eines unregelmäßigen Fahrmusters nur noch ein Balken in der Grafik, empfiehlt das System eine Erholungspause. Zu erkennen ist dies am aufleuchtenden Symbol einer Kaffeetasse, einer ergänzenden Textmeldung sowie einem Warnton. Das System schaltet sich ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h automatisch ein und bleibt aktiv, bis die Marke von 60 km/h unterschritten wird.

Neben den aktiven Systemen bietet Volvo eine Vielzahl hoch entwickelter passiver Sicherheitselemente für einen effektiven Insassenschutz. Im Bereich der Karosserie sorgen die patentierte Frontstruktur und die Sicherheits-Fahrgastzelle mit drei unterschiedlichen Stahlsorten für ein optimales Crashverhalten. Zu den serienmäßigen Features im Innenraum zählt das vielfach ausgezeichnete WHIPS Schleudertrauma-Schutzsystem. Im Falle eines Heckaufpralls folgen Rückenlehne und Kopfstütze der Bewegung des Körpers und reduzieren so die Kräfte, die auf die Halswirbelsäule einwirken.
Äußerst effektiv ist auch das patentierte SIPS Seitenaufprall-Schutzsystem. Dazu gehört die neueste Generation der Seitenairgabs mit separaten Kammern für den Hüft- und Brustbereich. Im Zusammenwirken mit den SIPS Kopf-Schulterairbags für die vorderen und hinteren Sitze sowie der optimierten SIPS-Struktur bieten sie überaus wirkungsvollen Schutz. Hinzu kommen zweistufige Frontairbags, Gurtstraffer und Gurtwarner auf allen fünf Sitzplätzen sowie Gurtkraftbegrenzer vorn. Seitenaufprall-Sitzverstärkungen, eine deformierbare Stahl-Crashbox in der Fahrzeugmitte sowie diagonale Seitenaufprall-Schutzverstrebungen in den Türen aus ultra-hochfestem Stahl komplettieren das passive Volvo-Sicherheitspaket. Foto (2): P. Bohne