Von A (Agila) bis Z (Zafira), Opel bietet nach dem so erfolgreichen Zafira nun den kleinen Bruder namens Agila, einen Minivan auf Basis des Suzuki Wagon R+ in Deutschland an.

Billund (pb): Die Adam Opel AG, Sitz Rüsselsheim, gehört zum General Motors (GM) Konzern, der mit einem Umsatz von über 170 Milliarden Dollar 1999 sich als größter Automobilkonzern der Welt darstellt. Neben Opel gehören zu GM auch Saab sowie Cadillac und in Japan ist GM an Suzuki und Isuzu beteiligt. Im Rahmen eines Joint Ventures mit Suzuki entstand der Stadtwagen Agila. Opel betont, der Agila ist echter Opel Vertreter, wesentliche Systeme und Komponenten wurden im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum Rüsselsheim konzipiert, vor allem das Herzstück eines jeden Automobil, der Motor.

Beide ECOTEC-Triebwerke erfüllen die Euro/D4-Norm, der 1,0-Liter-Dreizylinder leistet 58 PS, das 1,2-Liter-Vierzylinder Triebwerk 75 PS, beide Motore sind aus der Corsa-Familie bekannt. Ohne große eigene Entwicklungskosten konnte Opel das raffinierte japanische Microvan-Konzept übernehmen, es bietet sowohl im Suzuki Wagon R+ wie auch im Opel Agila erstaunlich viel variablen Innenraum mit einem Kofferraumvolumen von 240 bis 1250 Litern bei umgeklappter Rücksitzlehne. Doch der Zuladung sind enge Grenzen gesetzt, 365 kg beim Suzuki, nur 330 kg im Agila.

Positiv die erhöhte Sitzposition und die großen Glasflächen, beides sorgt für beste Rundumsicht, vor allem im Stadtverkehr ideal. Auch die elektrische Servolenkung des Agila und sein kleiner Wendekreis von nur 9,50 m tragen zur guten Manövrierfährigkeit bei, ebenso seine Länge von 3,50 m.
Basispreis ab 17.500,- DM.

Fazit: der Agila ist ideal für Stadttransporte, variabel in der Innenraumnutzung und er bietet gute Rundumsicht. Der 1.2 16V Ecotec-Motor wirkt im Agila etwas schwächlich, kommt nur mühsam auf Touren, für den Stadtverkehr aber reicht seine Leistungsent-faltung allemal. Beide Minivans kommen aus europäischer Produktion (Agila/Polen – Suzuki/Ungarn), sind äußerlich fast spiegelgleich. Die Kaufentscheidung fällt beim Suzuki leichter, für 19.900,- DM gibt es viel Serienausstattung. Der 1.3 GL (76 PS) hat als Sonderausstattung nur ein Automatikgetriebe (1.990,-) und Metallic-Lackierung (395,-) zu bieten, während das Agila-Angebot sich zwischen zwei Motorvarianten, drei Ausstattungs-Stufen und einer Vielzahl Sonderausstattungen von der Dachreling bis zum Elektro-Komfortpaket bewegt.�

8. September 2000 Foto: Opel

Peter Bohne