Mecklenburger Armin Kremer mit Co-Pilot Klaus Wicha im Skoda Fabia S2000 behauptet sich im Finale der Rallye Monte Corlo in der WRC2-Werung auf Platz 3 und in der Gesamtwertung auf Rang 14. Sieger: Sebastien Ogier, VW Polo R WRC.

Schwerin (pb):  Die Monte 2015 war zunächst gekennzeichnet vom Zweikampf des Kurzzeit-Gastspiels in die WRC-Szene durch Sebastien Loeb (FRA, 9-facher Weltmeister in Diensten Citroen) und des amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier (FRA) im VW Polo R WRC. Zunächst bestimmte Loeb das Geschehen rund um Monte Carlo und in den französischen Seealpen. Dann aber in der WP 8 traf Loeb einen Stein und riss sich die hintere Radaufhängung ab. Ogier übernahm die Leaderposition und gab sie bis ins Ziel nach 15 WP nicht mehr ab. Seine Teammitglieder Latvala (FIN) und Mikkelsen (NOR) belegten die Ränge 2 und 3, starker Saisonauftakt für VW Motorsport. Ex-Weltmeister Loeb kam auf Rang 8 ein.

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Eine ideale Ausgangssituation bestand nach dem zweiten Wertungstag Freitag für das Skoda-Team Armin Kremer/Klaus Wicha (Fabia S2000). Nach 8 von 15 Wertungsprüfungen (WP) hatte sich das Skoda-Team auf Gesamtrang 14 verbessert und wird als Dritter in der Klasse WRC 2 geführt. Hier in der WRC2 führt Stephane Lefebvre (FRA, Citroen DS3 R5) mit 5,6 sec. Vorsprung zu dem zweitplazierten Martin Koci (SVK, Ford Fiesta R5). Kremers Rückstand zum Leader WRC02 beträgt  2:04,0 min. Auf den Vierten  Julien Maurin (FRA, Ford Fiesta R5) hat Kremer 45,4 sec. Vorsprung.

Sonnabend wird die erste Wertungsprüfung WP 9 abgesagt, unmittelbar vor dem Start dieser  WP (9:16 Uhr) waren noch viele Fans im Anmarsch auf der WP-Strecke zu den ausgewiesenen Zuschauerpunkten. Die Monte bewegt wie in den Vorjahren Tausende Fans zu den Wertungsprüfungen.
Mit der WP 10 folgt die längste Wertungsprüfung der diesjährigen Rallye Monte Carlo,  „Lardier et Valenca – Faye“ über 51,70 km. Der Franzose Eric Camilli im Ford Fiesta R5 markiert die WRC 2 Bestzeit, Kremers Rückstand (4.) beträgt 1:05,1 min. Es führt weiterhin Lefebvre vor Koci und Kremer.
Auch die WP 11, 12 und 13 bestimmt der Franzose Camilli, rückt immer weiter auf und liegt auf Platz 3. Rückstand zu Kremer nur noch 9,1 sec.
Mit WP 14 (La Bollene Vesubie – Sospel) folgt der berühmt, berüchtigte Col de Turino (zu früheren Monte-Zeiten „Nacht der langen Messer“ über 31,66 km. Der Irländer Craig Breen (Peugeot 208 R5) markiert eine irre Bestzeit mit 23:57,1 min und verdrängt Kremer um eine Sekunde vom zweiten Klassen-Platz.

Die letzte WP 15 ist als Super Stage ausgeschrieben, heißt: Die Plätze 1, 2 und 3 erhalten in der WRC-Wertung Zusatzpunkte. 10,16 km hat das Skoda-Team nun noch die Chance mit einer beherzten Fahrweise wieder die alte Reihenfolge in der WRC2 zu erlangen. Es klappt nicht. Breen fährt 6:50,1, Kremer 7:02,1 min. Lefebvre behauptet die WRC2 Führung vor Breen und Kremer.
Super Stage: Meeke (3 Pkt.). Loeb (2), Latvala (1).

Armin Kremer: Unsere Zielstellung zur Monte war Podiumsplatz in der WRC2 – wir sind auf Platz 3 eingekommen, hatten zwischenzeitlich sogar Platz 2 inne. Doch dieser 2. Platz war gegen den immer stärker auftrumpfenden Iren Breen im neuen Peugeot 208 R5 mit 1,6-Liter Turbomotor – Fabia S2000 Saugmotor, Verfasser – nicht möglich. BRR (Baumschlager Rallye&Racing, Österreich) mit Raimund Baumschlager und Walter Illmer haben einen guten Job gemacht, perfektes Auto und perfekten Einsatz als „Eisspione“. Die Monte verlangte viel, Schnee, Eis, Nebel, nasse oder trockene winklige Asphaltstraßen, alles forderte uns. Dazu immer wieder die viel entscheidende Reifenwahl, wir meisterten die Anforderungen und freuen uns über Platz 3“ Foto (4): VW