Das Highlight des kommende Wochenendes: Duell Loeb kontra Grönholm, Citroën gegen Ford beim WM-Lauf „Rallye Deutschland“ in Trier. Drei Tage ab Freitag großer internationalerRallyesport mit Start und Ziel in Trier. Angeschlossen der  4. Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft, Veranstalter ADAC erwartet rund 200.000 Fans.

Trier/Schwerin (pb): Marcus Grönholm Ford Bild1„Bosse“ Marcus Grönholm (Foto li.; Finnland, Ford Focus) und Sebastian Loeb Sebastian Loeb Citroen C4 WRC, 2006 Rallye Deutschland(Frankreich, Citroën C4) bestimmten die ersten neun WM-Läufe des Jahrganges 2007. Titelverteidiger Loeb gewann den Saisonauftakt, die „Monte“, musste in Schweden Grönholm den Vortritt lassen, um dann die WM-Läufe Mexico, Portugal und Argentinien zu gewinnen. Die letzten drei WM-Läufe (Italien, Griechenland und Finnland) gewann Grönholm. Die Siegesserie der beiden Top-Asse wurde nur in Norwegen unterbrochen, hier fuhr Mikko Hirvonen (Ford) auf Platz 1. 
WP Baumholder Bild5Verwinkelte Weinberg-Wirtschaftswege, raue Betonpisten (Truppenübungsplatz Baumholder), schnelle Landstraßen (Saarland) – drei Tagesetappen, drei verschiedene Fahrwerksanforderungen. Dies gibt der Rallye Deutschland mit ihren  wechselnden Streckencharakteristiken zusätzlichen Reiz, weiterer besonderer Reiz: Das faszinierenden Duell zweier Top-Asse des internationalen Rallyesports: Der „Rallye-König von Deutschland“ kommt aus dem Elsaß, seit dem Jahre 2002 genießt die Rallye Deutschland WM-Status, Citroen-Service Bild2einziger Sieger – fünfmal in Folge: das Citroën-Werksteam Sébastien Loeb/Daniel Elena. Zwar hat Loeb mit seinen fünf Deutschland-Siegen in Folge einen Vorteil, doch das Ford-Werksteam sieht seine Chancen für das ehrgeizige Unterfangen einen vierten Saisonsieg in Folge zu landen, so gut wie nie. „Unser neuer Turbo-Allradler bietet im Vergleich zum Vorgänger auf Schotter klare Vorteile“, analysiert der 27-jährige Mikko Hirvonen (Finnland). „Ein noch größerer Fortschritt ist uns jedoch auf Asphalt gelungen: Der Ford Focus RS WRC 07 besitzt mehr Grip und lässt sich jetzt noch präziser fahren.“
In Finnland hat Marcus Grönholm (Foto) seinen dritten Sieg am Stück errungen und reist dadurch als souveräner Spitzenreiter (+13 Punkte) nach Trier, dem Start- und Zielpunkt des zehnten von 16 Saisonläufen. Neben den Subaru-Driver Chris Atkinson, Rallye Deutschland 2006Werksteams von Citroen und Ford ist auch Subaru mit drei Werkteams (Petter Solberg, Chris Atkinson, Xavier Pons) am Start. 
Zuschauer in Finnland war auch Trabant-Driver Martin Christ. „Traumpisten“, keine andere Rallye weist so schöne, anspruchsvolle WP´s auf“. Zur Rallye Deutschland muss der Redefiner Volksbankchef passe, letztes Wochenende fuhr er die Rallye Eisenach (SVZ berichtete), nächstes Wochenende Start in Grünhain. „Ein Wochenende muss man auch mal zu Hause sein“. Vater Holger Christ startet nach Trier per Wohnmobil, Mecklenburgs Rallye-As Armin Kremer weilt zwei Tage in der Stadt der Porta Nigra. „Die Situation vor Ort peilen“, so der Landputenchef aus Severin. Ob sportlich oder geschäftlich, dies ließ Kremer auf Nachfrage offen.
Der vierte und fünfte Lauf der Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) findet im Anschluss des WM-Starterfeldes. Interessante Neueinsteigerin: Ellen Lohr, die gemeinsam mit ihrer französischen Co-Pilotin Antonia de Roissard im Subaru STi antritt. Lohr kommt aus dem Rundstreckensport (einzige Dame, die einen DTM-Lauf gewann) und ist in einem Subaru WRX STi am Start. „Rallyes haben einen anderen Rhythmus. Sie machen bereits viel Arbeit, ehe es losgeht. Man benötigt beinahe ebenso lange für das Aufschreiben der Prüfungen („Gebetbuch“) wie für die eigentliche Rallye“, so Ellen Lohr. Aktueller DM-Stand: Wallenwein/Zeitlhofer Subaru Impreza STi, 83 Pkt., vor Gaßner (76; Mitsubishi Lancer) und Zehetmaier (52, Honda Civic). Einen Titelverteidiger gibt es nicht, 2006 war keine Meisterschaftsserie ausgeschrieben.
Rallye Deutschland, 10. Lauf zur Rallye-WM 2007 (16. bis 19. August 2007); Gesamtlänge: 1.227,04 Kilometer, davon 19 Wertungsprüfungen über 356,27 Kilometer; längste WP: 30,55 Kilometer (WP 10 und 14, „Arena Panzerplatte“); Start und Ziel: Trier.
Freitag (17.08.2007 ab 9:30 Uhr): 6 Wertungsprüfungen an der Mosel
Samstag (18.08. ab 7:00 Uhr): 8 Wertungsprüfungen, darunter Arena Panzerplatte in Baumholder
Sonntag (19.08. ab 8.00 Uhr): 5 WP; Zuschauerrundkurs Circus Maximus WP 17 ab 11:11 Uhr in Trier, Zielrampe und Siegerehrung an der Porta Nigra in Trier ab 15:00 Uhr.
Foto (2): P. Bohne

WM-Zwischenstand nach neun von 16 Läufen:

Fahrer: 1. Grönholm, Ford, 75 Pkt., 2. Loeb, Citroen, 62, 3. Hirvonen, Ford, 57, 4. Sordo, Citroen, 28, 5. H. Solberg, Ford, 28, 6. P. Solberg, Subaru

Marken: 1. BP Ford, 132 Pkt., 2. Total Citroen, 92, 3. Subaru, 48.