Premiere für Armin Kremer in Mexiko. Große Anforderungen durch Hitze, Höhe, Schotter an Fahrzeug und Mensch.

Severin/Schwerin (pb): Der Mecklenburger Armin Kremer (Severin) steht in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft vor seinem Premierenstart in Mexico. Zur Rallye Mexico vom 07. bis 10. März 2013 startete Armin Kremer vergangenen Sonnabend ab Airport Berlin/Tegel über Frankfurt/Main nach Mexico City und dann weiter nach Leon. Der WM-Lauf Rallye Mexico fordert den Subaru-Fahrer unter ganz speziellen Bedingungen. Schotterpisten in Höhen bis knapp 2.700 Meter, es sind die höchstgelegenen Wertungsprüfungen der gesamten WM-Saison. Dünne Luft in den Höhenlagen und Temperaturen um 30 Grad stellen eine besondere Belastung für das Team Stohl Racing (Wien) und die Subaru-Besatzung Armin Kremer/Klaus Wicha (Severin/Bad Karlshaven) dar. Dies gilt gleichermaßen für das Fahrerpaar und die Technik des Subaru Impreza WRX STi. Start Donnerstag, 07.03., 20:00 Uhr Ortszeit – 03:00 Uhr MEZ.
Die ersten drei Rallyes der WM-Saison waren/sind allesamt etwas Besonderes. Nach der berühmt/ berüchtigten und unberechenbaren ,Monte‘ – Kremer Gesamtrang 11 und Platz 1 in der Productionwertung – der folgenden „Schnee-Rallye“ Schweden (ohne Kremer Start) geht es jetzt in die Hitzeschlacht der Rallye Mexico. Es ist die diesjährig erste Rallye der Saison auf Schotter – was Armin Kremer eigentlich liegt.

Insgesamt legen die Fahrer beim 3. Saisonlauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 23 Wertungsprüfungen (WP) über 394,88 Kilometer zurück. Das Rallye-Zentrum ist in Leon ca. 400 km nördlich von Mexico City. Die spektakulärste Auftakt-Prüfung wartet bereits am ersten Wertungstag (Donnerstagabend) in Guanajuato auf die Teilnehmer. Der ehemalige Silberminenort erwartet zur WP 1 „Guanajuato Street Stage“ rund 80.000 Zuschauer. Am Sonntag dann der letzte Höhepunkt der Rallye Mexico, die WP 21 „Guanajuatito“ mit der 54,85 Kilometer eine der längsten und schwierigsten WPs der Rallye-WM 2013.

Armin Kremer: „Wir wollen in der Prodactionwertung vorne bleiben. Die stärksten Mitwettbewerber sind Yurii Protasov (UKR/Subaru Impreza WRX), Nicolas Fuchs (PER/Mitsubishi Lancer) und vor allem der heimische Ricardo Trivino(MEX/Mitsubishi Lancer). Gelingt uns ein Erfolg, so ist dies ein weiterer Grundstein für einen erfolgreichen Saisonverlauf. Der WM-Lauf Rallye Mexico ist eine äußerst anspruchsvolle, attraktive Rallye.

Kremer per e-mail (05.03.): „Wir konnten leider nicht den geplanten Test durchführen, da das gesamte Equipment – Seekiste mit Rallyefahrzeug Subaru Impreza WRX STi und dem gesamten Servicematerial – noch nicht angekommen ist. Scheint so, das dies morgen klappen wird. Die Seefracht ist immer unberechenbar!“.
Dadurch bedingt ist eine optimale Vorbereitung nicht mehr gegeben. Größte technologische Herausforderung bei der Rallye Mexiko ist die Anpassung der Motoren an Höhen bis zu 2.700 Metern. Die Luft zum Atmen des Motors wird dünner, das 2,0-Liter Boxer-Turbotriebwerk (ca. 300 PS) des Subaru Impreza verliert bis zu 30 % Leistung. Weniger Sauerstoff und Luftdruck bedeuten Verlust an Leistung, aber auch weniger Luftwiderstand für den Turbo. Folge: Die Drehzahl des Turboladers steigt und damit die Gefahr einer Überhitzung. Stohl Racing muss den Leistungsverlust begrenzen, ohne die Standfestigkeit des Turboladers zu gefährden.