Eröffnet wurde die neue Ausstellung „Ein Leben im Rennsport – die Rallye-Legende Walter Röhrl“ im markenübergreifenden Automobilmuseum ZeitHaus in der Autostadt in Wolfsburg.

Wolfsburg/Schwerin (Autostadt/pb): Besucher können seit Wochenfrist in einzelnen Stationen die Karriere der Motorsport-Ikone nachverfolgen: Verschiedene Originalfahrzeuge, besondere Exponate und Bilder geben Einblicke in die Persönlichkeit und den aufregenden Lebensweg des „Rallyefahrers des Millenniums“. Der Kultfilm „Vollgasakrobat“ von Helmut Deimel mit Originalaufnahmen aus der Motorsportkarriere des zweifachen Rallye-Weltmeisters ist ebenfalls ab heute Abend im ZeitHaus zu sehen.

Walter Röhrl, Autogrammstunde in der Autostadt Wolfsburg. Foto: P. Bohne

Seine vielseitige Sportbegeisterung spielte in Walter Röhrls Leben von frühester Jugend an eine tragende Rolle. Im Alter von fünf Jahren erlernte er das Skifahren, mit 15 zählte er zur Oberpfälzer Ski-Elite. Ein guter Freund brachte Röhrl schließlich auf die Idee zu ersten Rallye-Teilnahmen abseits des Tiefschnees. Der als Sekretär im bischöflichen Ordinariat Regensburg beschäftigte Röhrl fand über die damit verbundenen Fahrerdienste seine berufliche Bestimmung. Bereits nach wenigen Wettkämpfen zeigte sich sein außerordentliches Talent. Röhrl gewann alsbald erste Rallyes und überraschte mit seinem agilen und präzisen Fahrstil auf der Olympia-Rallye 1972 das prominent besetzte Teilnehmerfeld. Ein Profivertrag vom Opel-Werk ebnete den Weg für eine außergewöhnliche Karriere. Gemeinsam mit seinem Copiloten Christian Geistdörfer schrieb er Rallyesport-Geschichte: Viermal und auf vier unterschiedlichen Fahrzeugen gewann das DreamTeam Röhrl/Geistdörfer die Rallye Monte Carlo sowie zweimal die Rallye-Weltmeisterschaft. Im Alter von siebzig Jahren verkörpert Röhrl heute eine Motorsport-Legende und nimmt noch immer an historischen Rallye-Veranstaltungen teil.

Die Ausstellung „Ein Leben im Rennsport – die Rallye-Legende Walter Röhrl“ im ZeitHaus der Autostadt zeigt eine imposante Rallye-Karriere in Zeitsprüngen. Besucher können Originalfahrzeuge wie den Ford Capri RS von 1972, auf dem Röhrl bei der Olympia-Rallye überraschte, bis hin zum Audi Sport Quattro S1/E2 bestaunen, mit dem der Ausnahmesportler 1985 auf der Rallye in San Remo einen überragenden Sieg erzielte. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Exponate eines sogenannten „Aufschriebs“, einer originalen Gebrauchsanweisung für die Rallye-Strecke, sowie eines von Röhrls Rennrädern, das der begeisterte Rennradfahrer nutzte um sich für die Rallye-Prüfungen körperlich fit zu halten. Der 61-minütige Film „Vollgasakrobat“ von Helmut Deimel bietet Besuchern des ZeitHauses die Möglichkeit, die bewegende Motorsportkarriere des zweifachen Rallye-Weltmeisters nachzuerleben.
Foto: pb