Innovationen bei Volkswagen

VW setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und Vernetzung. Antriebssysteme wie das erste 10-Gang-DSG senken Verbrauch und Emissionen.
Neue Volkswagen Hard- und Software vernetzt das Auto mit der Online-Welt.

Wolfsburg/Ehra-Lessin (VW Info/pb): Das Bestreben nach jedem einzusparenden Gramm CO2, nach jedem Tropfen Diesel oder Benzin, nach jedem Kilowatt Leistung, ist derzeit eine der wichtigsten Herausforderungen der Automobilindustrie. Es gilt, nachhaltiger denn je in die Zukunft zu steuern. Die Volkswagen AG hat sich dabei das Ziel gesetzt, bis 2018 der weltweit nachhaltigste Automobil-hersteller zu werden.
Über alle Werksbereiche will VW den Energie- und Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen und die Emissionen (inklusive CO2-Ausstoß) um 25 % senken. Um dieses Plus an Nachhaltigkeit in den bis 2018 verbleibenden vier Jahren zu realisieren, zieht das Unternehmen alle Register des innovativen Automobilbaus.

Volkswagen – die volumenstärkste Marke des Konzerns – setzt dabei produktseitig auf die Elektromobilität (Zero-Emission- und Plug-in-Hybrid-Modelle), auf immer sparsamere Verbrennungsmotoren und Getriebe, progressiven Leichtbau, eine wegweisende Aerodynamik und Effizienz in jedem denkbaren Bereich. Die neuesten Technologien zur Reduzierung des Verbrauchs und der CO2-Emissionen – unter anderem das weltweit erste 10-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) – präsentierte VW internationalen Medien im Rahmen eines Innovationsworkshops auf dem Testgelände Ehra-Lessien bei Wolfsburg.

Vernetzung: Parallel zu den Antriebssystemen verändern sich schneller denn je die automobilen Infotainmentsysteme, da Fahrzeug und Internet zusammenwachsen. Die aktuelle Hard- und Software ermöglicht viele Onlinedienste und bringt Schritt für Schritt die Apps der Smartphones an Bord. Aber, die neuen Möglichkeiten müssen sinnvoll und sicher in die Welt der Mobilität integriert werden. VW realisiert genau das über neue Infotainmentsysteme und Softwarelösungen, die trotz aller Funktionsvielfalt selbsterklärend bleiben.
Beispiel: Das erste selbstlernende Navigationssystem. Es „merkt sich“ – ohne das die Routenführung aktiv ist – vom Fahrer favorisierte Strecken. Typische Wege wie die Fahrt zur Arbeit, werden z.B. automatisch auf Verkehrsstörungen gescannt, ohne dass hierfür die Zielführung gestartet sein muss. Darüber hinaus nutzt das System die Infos über die wahrscheinlich zu fahrende Route, um sie in die Betriebs- und Ladestrategie eines Plug-In-Hybridantriebs zu integrieren.
Automatisch perfekt eingestellt: Innovative Fortschritte gibt es auch auf dem Gebiet der Personalisierung: Künftig wird es möglich sein, die im Fahrzeug personalisierten Einstellungen noch weiter zu individualisieren. Die Einstellungen werden dabei in Benutzerkonten für die einzelnen Fahrer abgelegt; beim Öffnen des Autos werden sie individuell für jeden Fahrer automatisch aktiviert und auch deutlich sichtbar angezeigt. Dadurch entfällt zum Beispiel das wiederholte Einstellen von Sitz, Spiegel, Radiosender oder auch Fahrerassistenzsystemen. Langfristig sollen diese Einstellungen sogar in einen anderen Volkswagen übertragen werden können – Fortschritt zum Mitnehmen!

 

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10-Gang-DSG: Seit der Einführung der ersten Volkswagen Doppelkupplungsgetriebe (2003) hat sich das DSG zu einem Welterfolg entwickelt. Die Gründe sind offensichtlich: Keine andere Automatik schaltet schneller, keine andere Automatik arbeitet sparsamer. Jetzt stellt Volkswagen für Motoren bis 550 Nm ein neu entwickeltes 10-Gang-DSG vor; die hocheffiziente Getriebeabstufung trägt dazu bei, die CO2-Emissionen weiter zu senken.

Hochleistungsmotoren: Freude am Sparen machen auch neue Hightechmotoren wie der 240-PS-Bi-Turbodiesel (176 kW/240 PS) des soeben vorgestellten Passat. Er ist mit einer Literleistung von 120 PS der stärkste aller bislang in Serie gefertigten Vierzylinder-TDI. Verbrauch an Bord der 240 km/h schnellen Limousine: niedrige 5,3 l/100 km/h. Eine intelligente Weiterentwicklung dieses TDI könnte wie folgt aussehen: Über einen variablen Ventiltrieb, einen weiter optimierten Ladungswechsel und einen sogenannten Electric Booster ließe sich die Leistung des Zweilitermotors auf bis zu 200 kW/272 PS erhöhen.

Mildhybrid – Start-Stopp 2.0 und Freilauf-Motor-Aus: Das Start-Stopp-System 2.0 deaktiviert den Motor nicht erst, wenn der Wagen vor der roten Ampel steht, sondern schon bei Geschwindigkeiten von unter 7 km/h. Via Freilauf-Motor-Aus („Segelfunktion“) wird der Motor zudem auch bei höheren Geschwindigkeiten abgeschaltet, sobald der Fahrer das Gaspedal entlastet. Der Kraftstoffverbrauch lässt sich so durch eine vorausschauende Fahrweise signifikant reduzieren. Darüber hinaus ermöglichen die von Volkswagen entwickelten Mildhybridsysteme die Rekuperation in Bremsphasen; durch den gezielten Einsatz dieser Energie ergibt sich ein weiterer Verbrauchsvorteil. Der Wiederstart des Motors erfolgt in jedem Fall extrem komfortabel. Das Sparen wird so zum Spaß.

Reichweitenmanager: Bei Elektrofahrzeugen (e-Golf) spielt die Reichweite eine entscheidende Rolle. Volkswagen entwickelt deshalb Systeme, mit denen die maximale Reichweite optimiert werden kann. Wirksame Werkzeuge sind dabei der Reichweitenmanager und der Reichweitenmonitor. In Allianz ermöglichen sie – unter Berücksichtigung von Route, Verkehr, Umwelt und Fahrstil – eine besonders exakte Berechnung der Reichweite. Die zu einem bestimmten Zeitpunkt realisierbare Reichweite und zusätzliche Potenziale der Reichweitenoptimierung werden übersichtlich auf dem Reichweitenmonitor angezeigt. Darüber hinaus kann der Fahrer mit den fahrzeugspezifischen Einstellungen die Reichweite beeinflussen; unterstützt wird er dabei vom Reichweitenmanager. Über ihn werden dem Fahrer Maßnahmen empfohlen, die die Reichweite vergrößern. So liefert das System Hinweise zur Optimierung des Fahrstils und der Route und rät, den Innenraum – in akzeptablen Grenzen – weniger stark herunterzukühlen oder zu erwärmen. Liegt das Ziel immer noch außerhalb der berechneten Reichweite, hilft künftig das Aktivieren des „Auto-Modus“. In diesem Fall greift der Reichweitenmanager auf Parameter wie das Fahrprofil, die Motorleistung und die Routenführung zu, um die Reichweite zu optimieren. Foto (4): VW

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