Mehr als nur ein Facelift für den Nissan Micra. Neu gestylte Frontpartie und aufgewerteter Innenraum, Infotainmentsystem mit 5,8 Zoll großem Touchscreen und neuer Mittelkonsole, hochmoderne Dreizylinder-Benziner machen einen Diesel überflüssig.

Hamburg (pb): Der Micra ist eines der charismatischsten Modelle der Nissan Geschichte und seit nunmehr gut 30 Jahren Stützpfeiler für den Erfolg des Unternehmens. Nach dem Qashqai und dem Juke ist der vor allem bei Frauen beliebte Stadtwagen das drittstärkste Volumenmodell von Nissan in Europa.
Mit dem kompakten Crossover Juke und dem neuen Note bildet er ein starkes und alle Kundenansprüche abdeckendes Triumvirat im volumenstarken B-Segment.
Zum Modelljahr 2014 erfährt der Nissan Micra eine optische wie technische Aufwertung, die weit über ein Facelift für die zweite Lebenshälfte hinausgeht. Seit September im Angebot, spricht Nissan von einem „neuen“ Micra.
nissanmicrabild3.jpgDie markantesten Änderungen am stärker europäisch inspirierten Design finden sich an der Frontpartie. Der dominante Grill mit dem von einer V-förmigen Chromleiste gehaltenen Nissan Logo betont die Familienzugehörigkeit des Micra. Auch die Haube, die Kotflügel, die Scheinwerfer und der Frontstoßfänger wurden neu gezeichnet.
Die ab der Acenta-Version serienmäßigen Nebelscheinwerfer erhielten eine neue, von einer Chromzierleiste gerahmte Form. Das Gesamtbild komplettieren die neu geformten Scheinwerfer, die dem Modell ein weiterhin ein freundliches, selbstbewusstes Auftreten verleihen.
Auch am Heck sorgen ein modifizierter Stoßfänger und LED-Heckleuchten für neue Akzente. Eine größere Farbpalette trägt ihren Teil zur Auffrischung bei. Zu den bislang erhältlichen acht Micra Farben kommen neu Pacific Blue – ein Perlmetallic-Ton in Türkis – und Platinum Sage – ein grünlicher Metallic-Ton hinzu.
Auch das für fünf Passagiere ausgelegte Interieur des Micra hat Nissan gründlich renoviert. Ab Version Tekna (optional auch im Acenta) spendiert Nissan nun auch dem neuen Micra das aus höherklassigen Modellen des Hauses bekannte Nissan Connect. Dessen Hauptbestandteile sind eine Radio/CD-Kombination und eine Navigation mit modernster Touchscreen-Technik.
Das Aufladen von Mobiltelefonen oder MP3-Spielern ist während der Fahrt möglich. Zum Upgrade des Navigationssystems gehört unter anderem die Funktion Eco-Routing, die automatisch die potenziell verbrauchsärmste Streckenführung auswählt.
Eine neuartige Skala zeigt grafisch an, wie sparsam (oder auch nicht) der Fahrer gerade unterwegs ist. Je effizienter die Fahrweise und je gefühlvoller der Gasfuß, desto höher der ausgewiesene Punktestand. Die erweiterte Palette von Nissan Connect umfasst außerdem die Google Send-to-Car-Funktion.
Über Google Maps® und das Internet ist es damit möglich, eine Reise schon vom PC, Laptop oder Tablet-Computer aus zu planen und die Daten zur Route schon vor Fahrtantritt ans Auto zu senden. Über einen Link zur Google Datenbank POI (Points of Interest) lassen sich Informationen zu Hotels, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten abrufen. Auch Wetterprognosen, Flugpläne oder Treibstoffpreise der Tankstellen vor Ort sind blitzschnell zugänglich.
Eine Einparkhilfe macht den beliebten Stadtwagen noch wendiger. Dank elektrischer Servolenkung und einem Wendekreis von nur 9,3 Metern fühlt sich der kompakte Nissan auch weiterhin vor allem in Städten pudelwohl. Eine Eindruck, der durch die innovative Einparkhilfe Parkguide (oder auch Parking Slot Measurement – PSM) noch weiter verstärkt wird. Der Parkhelfer (Serie im Tekna) taxiert im Vorbeifahren an einer Parklücke deren Länge. Ist der Micra nicht schneller als 25 km/h, „scannen“ zwei seitliche Radarsensoren den Parkraum und melden das Ergebnis auf ein Display im Instrumentenbrett.nissanmicrabild4.jpg
Die elektrische Servolenkung inklusive höhenverstellbarer Lenksäule, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und die elektrischen Fensterheber (vorn) zählen bereits zum Standard-Equipment. Ebenso serienmäßig: Das Sicherheitspaket mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Seiten- und Kopf-Airbags sowie ABS und ESP.
Die beiden auch weiterhin für den Micra offerierten 1,2 Liter Dreizylinder-Direkteinspritzer mit und ohne Aufladung (80/98 PS) bieten eine überlegene
Kombination aus Leistung und niedrigem Verbrauch (5,0 bis 4,3 Liter/100 km), dass Nissan – anders als beim Vorgänger-Modell – auf einen Dieselmotor verzichtete. Nissan bietet für beide Micra-Motorisierungen optional ein stufenloses CVT-Getriebe an.
Das Kofferraumvolumen stieg von 251 auf 265 Liter (nach VDA-Norm). Die Rückbank ist als Ganzes oder (ab Acenta) im Verhältnis 60:40 umklappbar; der dadurch entstehende Laderaum mit einer Kapazität von 605 Litern (1.132 Liter bei dachhoher Beladung) ist komplett eben.
Foto (2): P. Bohne