Zweiter Saisonerfolg für das All German Motorsports Team (AGM)  Schwarz/Christensen. Zweiter AGM-Buggy mit Kremer/Pfannkuch nach starker Fahrt ohne das nötige Glück, technischer Ausfall 85 Kilometer vor dem Ziel.

SCORE Terrible PRIMM 300, Las Vegas, Armin Schwarz im Wüstenstaub (Foto: AGM)Las Vegas/Schwerin (pb): Viva Las Vegas. Popstars hin, Zauberer her – dort, wo das Land der unbegrenzten Möglichkeiten am verrücktesten ist, sorgten diesmal die deutschen Baja-Boys für Furore. Das All German Motorsports Team (AGM) feierte bei der SCORE Terrible PRIMM 300, dem vierten von fünf Läufen zur am härtesten umkämpften Offroad-Serie der Welt, einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg in der in der mit 24 Fahrzeugen am stärksten besetzen „Class 1“-Topklasse für „Unlimited“-Buggys. Zusatzbonus für den deutschen Rallye-Crack Armin Schwarz und seinen kalifornischen Fahrerkollegen Martin Christensen: In der Gesamtwertung landeten sie mit ihrem 640 PS starken Buggy ebenfalls auf dem Siegerpodium. Trotz zweier Reifenschäden erreichte das AGM-Duo hinter den nochmals gut 200 PS kräftigeren Trophy Trucks von Roger Norman/Larry Roeseler und Brian Collins/Chuck Hovey den viel beachteten dritten Rang im Gesamtklassement.
„Ein perfektes Wochenende“ strahlt Armin Schwarz. „Das AGM-Team hat einmal mehr einen tollen Job gemacht und Armin Schwarz (li.) und Armin Kremer (Foto: AGM)unser Auto uns wenig Probleme bereitet. Um ein Haar wäre noch mehr drin gewesen.“ „Den Gesamtsieg wollen wir uns doch für das Saisonhighlight, die ultimative BAJA 1000 im November aufheben“, scherzt ein glücklicher Martin Christensen und erklärt: „Unsere Strategie ist prima aufgegangen. Auf den brutalen Pisten hat Armin auf seinen zwei 72-Meilen-Runden (je 115 km) zügig einen Vorsprung raus gefahren. Mein Job war es, diesen trotz geschundener Technik über die gleiche Distanz ins Ziel zu bringen. Bei den „Unlimited“-Buggys war uns hier keiner gewachsen.“ Nur 86 der insgesamt 142 gestarteten Teilnehmer kamen ins Ziel.
Die SCORE Terrible PRIMM 300 ist alles andere als ein leichtes Spiel. Das zeigte sich leider beim zweiten AGM-Buggy, in dessen Cockpit sich Armin Kremer und Adam Pfannkuch abwechseltern. Beim heißesten der heißen amerikanischen Geländeritte galt es nicht nur schweres Gelände im Eiltempo zu meistern, sondern zudem mit Temperaturen jenseits der 40 Grad-Marke zu kämpfen. Staub, extreme Hitze und Schlaglöcher, so groß, dass man in ihnen einen Kleinwagen verstecken könnte, stellten Mensch und Material auf eine extreme Probe.
Armin Kremer: Einstieg in den AGM-Buggy (Foto: AGM)Vom Start weg lies auch Armin Kremer den Buggy fliegen. Er ging als 39. auf die Strecke und machte trotz der extremen Staubentwicklung, die das Überholen erschwerte, Position um Position gut. Zur Halbzeit übergab er seinen AGM-Buggy als Klassen-Fünfter (12. insgesamt) an seinen Fahrerkollegen. Adam Pfannkuch fuhr weiter in der Erfolgsspur und lag schon auf einem Podiumsrang, als 50 Meilen (ca. 85 km) vor dem Ziel der Antriebsstrang seinen Dienst quittierte. „Shit happens“, nimmt es Armin Kremer amerikanisch cool. „Das hätte jedem anderen auch passieren können. Das Wichtigste ist, dass wir gezeigt haben, dass beide AGM-Autos siegfähig sind. Diese Rennen sind echter Teamsport. Die Freude über den Sieg von Armin und Martin überwiegt unser Pech. Wer weiß, vielleicht haben wir beim nächsten Mal das nötige Rennglück und stehen am Ende ganz oben.“
Vor den Toren der berühmtesten Spielermetropole der Welt, konnten die deutschen Baja-Boys zudem auf einen attraktiven Glücksbringer zählen. Nazan Eckes, die populäre deutsche TV-Moderatorin, die zahlreiche Fernsehshows für den größten europäischen Privatsender RTL präsentiert, lies es sich dabei nicht nehmen, beim AGM-Team mit Hand anzulegen und vor den Rennen auch einmal selbst hinters Steuer des über 600 PS starken Class 1 „Unlimited“-Buggy zu steigen. Armin Schwarz mit RTL-Moderatorin Nazan Eckes (Foto: AGM)„Einfach toll“, schwärmt Armin Schwarz von seinem sympathischen Gast. „Nicht nur hinterm Lenkrad machte Nazan eine tolle Figur. Jedenfalls haben uns selten so viele Konkurrenten besucht, wie diesmal. Zumeist sind die damit beschäftigt, uns irgendwie hinter sich zu halten. Wie man sieht klappt das mittlerweile seltener.“ Die Offroad-Erlebnisse von Nazan Eckes werden in einem eigenen 30-Minuten-Beitrag im Rahmen der RTL Formel-1-Berichterstattung vom Großen Preis in Italien am 13. September ab 15.25 Uhr ausgestrahlt.
Foto (4): AGM