In der Lausitz holten beim DRM-Finallauf am vergangenen Wochenende zwei Schotterspezialisten den Gesamtsieg vor drei deutschen Meistern. Kremer platziert sich auf Gesamtrang 4. Am Start auch Trabant-Driver Martin Christ aus Melkhof (Vellahn).

Weißwasser/Schwerin (Info DRM/pb): Mit dem Gesamtsieg hatten die DRM-Piloten nichts zu tun, denn den machten äußerst starke Gaststarter aus dem europäischen Ausland unter sich aus. Die Norweger Anders Gröndal / Roger Eilertsen (Subaru Impreza N16) setzten sich auf den 166,75 Bestzeit-Kilomtetern gegen die Letten Janis Vorobjovs/Artus Zeibe (Mitsubishi Lancer Evo 10) durch.
Ihnen folgte ein exzellentes Trio aus drei ehemaligen Deutschen Rallye-Meistern: Hermann Gaßner jr./Ursula Mayrhofer (Surheim/Österreich, Mitsubishi Lancer Evo 10) platzierten sich vor Armin Kremer/Klaus Wicha (Severin/Bad Hersfeld, Skoda Fabia Super 2000) und Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser (Surheim/Teisendorf, Mitsubishi Lancer Evo 8).

„Ich habe gar nicht so sehr auf die anderen geschaut“, erläuterte Herrmann Gaßner jr. „Es war mein erster Start im Mitsubishi Lancer Evo 10 dieses Jahr und die einzige Schotter-Veranstaltung. Da war es mir vor allem wichtig, viele Kilometer zu fahren.“ Auch Vater Hermann Gaßner war nicht unzufrieden: „Am Freitagabend habe ich mich bei Dunkelheit und Regen nicht so recht getraut. Am zweiten Tag konnte ich dafür zufrieden mit den Zeiten sein.“

kremer_wicha_skodafabias2000bild1.jpgDer Ex-Europameister, dreifacher Deutscher Meister und diesjähriger WM-Starter Armin Kremer (Severin) fand versöhnliche Worte: „Wir sind hier ohne jeglichen Test gestartet, es war ja immerhin mein erster Start in einem Skoda Fabia S2000 (Mietfahrzeug von Saku Vierimaa, Finnland) mit Saugmotor. Dafür lief es richtig gut. Es war zwar eine Umstellung, aber mit etwas Fahrgefühl passte das schon. Schade war nur, dass wir im Gegensatz zu den Gruppe-N-Allradlern auf den langen Geraden in den Drehzahl-Begrenzer kamen und dort dann die entscheidenden Sekunden verloren. Aber es machte trotzdem riesigen Spaß.“

Lange Zeit dominierte der Lette Marins Svillis (Mitsubishi) das Geschehen, ehe er durch einen Stempelfehler seines Co-Piloten ganze sieben Strafminuten kassiert und weit zurückfiel. Den Sieg schnappte sich dann der norwegische Subaru-Pilot Anders Gröndal. Hermann Gaßner jr. (Mitsubishi) wurde als bester Deutscher hinter Janis Vorobjovs (Mitsubishi, Lettland) Dritter, Platz 4 Kremer.

christ_krajewski_trabant601itrmbild2.jpgVon 11 gestarteten Trabant 601 erreichten nur vier das Ziel, unter ihnen Martin Christ (Melkhof bei Vellahn, Trabant 601 ITRM, Leistung ca. 80 PS). Mit Co-Pilot Tino Krajewski (Jahnsdorf) an seiner Seite fuhr der Ex-Lübtheener Bank-Filialleiter und jetzige Kleinunternehmer ( Spezialhändler LM-Felgen – Mcwheel und Autohändler) aus Haar auf Platz 8 in der Division 9, wurde drittbester Trabant und belegte Gesamtrang 38 bei 70 gemeldeten Startern.

Georg Berlandy/Peter Schaaf (Stromberg/Mayen) gewinnen die Deutsche Rallye Meisterschaft 2013. In Abwesenheit von Tabellenführer Dirk Riebensahm, der verletzungsbedingt pausieren musste, reichte Berlandy beim Saisonfinale die Zielankunft als bester DRM-Fahrer. Berlandy hielt sich strikt an seine Marschroute und meisterte nicht nur die Umstellung auf den ungewohnten Mitsubishi Lancer, sondern auch seine erste Schotterrallye überhaupt. Platz 12 in der Endabrechnung genügte, um die nötigen Punkte zum DM-Titel zu holen.

Endergebnis ADMV-Lausitz-Rallye nach 11 WP:

1. Gröndal / Eilertsen (Subaru Impreza N16, Div. 2) 1:40:09,5 h
2. Vorobjovs / Zeibe (Mitsubishi Lancer Evo 10, Div. 2) + 0:22,0 Min.
3. Gassner jr. / Mayrhofer (Mitsubishi Lancer Evo 10, Div. 2) + 1:09,9 Min.
4. Kremer / Wicha (Skoda Fabia Super 2000, Div. 1) + 1:46,8 Min.
5. Gassner / Thannhäuser (Mitsubishi Lancer Evo 8, Div. 2) + 3:55,1 Min.
(Das vollständige Ergebnis finden Sie unter www.rallye-zeiten.de

DRM – Endstand nach 7 Läufen:

1. Berlandy / Schaaf (Peugeot 207 S2000, Div. 1) 185,5 Punkte
2. Riebensahm / Stockmar (Subaru Impreza, Div. 2) 174 Punkte
3. Scheller / Wölfel (Peugeot 208 R2, Div. 4) 150 Punkte
4. Mysliwietz / Schumacher (Citroën DS3 R3T, Div. 3) 146 Punkte
5. Wallenwein / Poschner (Subaru Impreza R4, Div. 1) 120 Punkte
Den vollständigen Meisterschaftsstand finden Sie unter www.rallye-dm.de)