Überraschung vor dem DRM-Finale in der Lausitz. Ex-Europameister und APRC-Champion Armin Kremer tritt mit Co-Profi Manfred Hiemer in einem Subaru Impreza an. Auch der sechsfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle startet und Trabant-Driver Martin Christ will sich den ADMV-Rallye-Pokal sichern.

Boxberg/Weißwasser/Schwerin (pb): Wenn am kommenden Wochenende in der Lausitz der neue Deutsche Meister gekürt wird, geben sich auch eine Reihe von Ex-Champions die Ehre. Neben Armin Schwarz (im Porsche Cayenne Voraus-Fahrzeug) und Matthias Kahle (Skoda Octavia WRC), hat nun auch Armin Kremer (Severin) seinen Start zusammen mit Manfred Hiemer (München) in einem Subaru Impreza WRX STi angekündigt.
Armin Kremer mit Fahrwerks-Ingenieur Freddy Novak„Wir hatten wieder große Lust auf das Rallyefahren und denken, dass dies eine positive Aktion für die Lausitz-Rallye und die DRM sein wird“, freut sich der dreifache Deutsche Rallyemeister Armin Kremer (Foto rechts) auf seinen Einsatz. Den Subaru Impreza WRX STi (Gruppe N) bekommt er vom polnischen Team SST-Racing des PWRC-Piloten Leszek Kuzaj zur Verfügung gestellt, zur Betreuung reist auch Fahrwerks-Experte Freddy Novak (Foto li.) mit in die Lausitz.
Beim DRM-Finale trifft Kremer auf starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland. Neben den zahlreichen WRC-Piloten wird es auch in der Gruppe-N (seriennahe Fahrzeuge) heiß hergehen. Hier kämpfen Sandro Wallenwein und Hermann Gaßner um den Titel. Das Finale der DRM wird zu einem echten Rallyefest. Nachdem sich bereits namhafte Fahrer aus dem In- und Ausland zur Schotterhatz durch die sächsische Tagebaulandschaft angemeldet haben, kündigt auch Armin Schwarz (Monte Carlo) sein Kommen an. Der Ex-Skoda WM-Starter wird mit einem Porsche Cayenne als Vorausfahrzeug die Stimmung anheizen. Dabei handelt es sich um den 385 PS starken Porsche, mit dem Schwarz die Transsyberia-Rallye in Angriff nahm und über weite Strecken anführte.
„Um gut vorbereitet zu sein, führten wir am vergangenen Wochenende noch einen Test durch“, so Armin Kremer. An diesem nahm auch Nachwuchstalent Jeffrey Wiesner (Nordhausen) teilnehmen, dessen Mentor im Suzuki-Cup der Mecklenburger seit 2006 ist. „Eigentlich wollten wir das Thema ‚Alt und Jung‘ beim Start in der Lausitz verbinden, aber leider hat dies nicht ganz geklappt. Wir sind aber weiter auf der Suche nach gemeinsamen Möglichkeiten“, so Kremer. „Ich sehe die Sache zwar nicht zu verbissen, aber trödeln wollen wir auf den Prüfungen nun auch wieder nicht“, verspricht Armin Kremer zusätzliche Spannung für die Rallyeszene.
Kremer-Motorsport Subaru Impreza WRX STiUnd Kremer will seinen Start auch dazu nutzen, sein neues Projekt „Kremer Motorsport“ auf breiter Ebene bekannt zu machen.
Kremers letzter Rallyestart war im Rahmen der Asia Pacific Rally Championship (APRC) Anfang Dezember 2004 zum Finallauf in Pune/Indien.

Trabi-Cup gewonnen, jetzt ist der ADMV Rallye Pokal greifbar nah.

Martin ChristMit seinem Klassensieg in Zwickau (SN-NEWS berichtete am 06.10.2007) festigte Martin Christ seine Führung im ADMV Rallye Pokal, zumal der zweitplatzierte Klaus Teichmann (Chemnitzer AMC; Nissan Almera GTI) mit Platz 2 in seiner Klasse H13 Punkte zum Leader Martin Christ verlor. Die endgültige Entscheidung fällt nun am 19./20. Oktober bei der 8. ADMV Lausitz-Rallye, Start/Ziel in Boxberg/Weißwasser (Oberlausitz). In der Trabant-Klasse haben 9 Teams gemeldet, die Lausitz-RallyeTrabant 601 RS_CR, Fahrer: Martin Christ steht unter dem Motto „Drei, zwei, eins – Schotter“, denn solche Schotterstrecken wie in der Lausitz gibt es nur wenige in Deutschland und Europaweit. Wie bereits im Jahre 2004 und 2005 ist sie wieder der Endlauf der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM).
Eine Premiere in diesem Jahr ist der Lausitz Pokal, bei dem je ein Lauf in Tschechien und ein Lauf im Rahmen der 8. ADMV-Lausitz-Rallye ausgetragen wird. Gemeldet haben über 163 Rallye-Teams aus ganz Deutschland sowie internationale Gäste aus den Skandinavischen Ländern, aus den Niederlanden und Osteuropa. Die 8. Lausitz-Rallye findet am 19. und 20. Oktober 2007 rund um Weißwasser statt, Gesamtdistanz 437,2 km, mit 10 Wertungsprüfungen (WP) über insgesamt 148,9 WP-Kilometer. Weitere Informationen gibt es unter: http://www.rrc-lausitz.de/

Foto (4): P. Bohne