Dominator Sébastien Loeb hat die Rallye Deutschland vor Teamkollege Daniel Sordo gewonnen und damit seine Serie von nun acht Siegen bei acht Starts im WM-Lauf Rallye Deutschland fortgesetzt. Dreifachsieg für Citroen, Platz 4 für Ford-Driver Jari-Matti Latvala.

sebastienloebbild1.jpgTrier (PM Ford/pb): Nachdem Loeb und Sordo bereits am Freitag ihre Führung ausbauten, verteidigten sie diese auch am dritten Wertungstag souverän bis ins Ziel. Loeb danisordobild2.jpggewann mit 51,3 Sekunden Vorsprung auf Teamkollegen Sordo. Sébastien Ogier (Citroen) verteidigte seine dritte Position vor Ford-Pilot Jari-Matti Latvala. Mikko Hirvonen (Ford) konnte auch bei seinen Neustart nach Super-Rallye- Reglement hingegen nur kurz genießen. Nachdem ihn bereits am ersten Tag Getriebe probleme zur vorzeitigen Aufgabe gezwungen hatten, blieb der Finne auch auf der Samstagetappe mit Getriebeschaden hängen.

fordteambild4.jpgWährend des journalistischen Besuches der Rallye Deutschland gab es auch die Gelegenheit zum Besuch des Ford Servicebereiches auf dem Messeplatz in Trier. Wildes Schrauben ist out – Reparaturen sind nur noch im Servicepark statthaft. 20 Minuten Zeit citroenservicebild6a.jpghaben eine bestimmte Anzahl von Mechanikern zur Wartung und Reparatur am Wettbewerbsfahrzeug. Am Schluss der jeweiligen Tagesetappe stehen dann nochmals 40 Minuten zur Verfügung.

jarimattilatvalabild3.jpgFord-Dirver Jari-Matti Latvala: „An diesem Wochenende fühlte ich mich auf Asphalt so fordservicebild6.jpgsicher wie noch nie zuvor“, bestätigte Latvala im Ziel. „Zwar gehe ich auch weiterhin lieber bei Schotter-Rallyes an den Start, aber mein Selbstvertrauen auf diesem Untergrund ist deutlich gestiegen. Platz vier ist das beste Resultat, das ich bislang beim deutschen WM-Lauf erreicht habe. Dieses Ergebnis verleiht mir Rückenwind für die in diesem Jahr noch ausstehenden Asphalt-Veranstaltungen in Frankreich und Spanien.“
Dabei lag für Latvala sogar eine Podestplatzierung in Reichweite. Nach der Freitags-Etappe verteidigte der Ford Focus RS WRC-Pilot bereits Rang drei vor seinem engsten Rivalen Sébastien Ogier – eine Position, die er im Laufe des Samstagmorgens sogar noch ausbauen konnte. Erst ein Dreher auf der mit 48,5 Kilometern besonders langen Wertungsprüfung „Panzerplatte 1“ im Truppenübungsgebiet Baumholder, der 20 Sekunden kostete, warf ihn auf Rang vier zurück. Trotz einer furiosen Schluss- attacke während der abschließenden Sonntagsetappe, auf der es wie bereits am Freitag hauptsächlich über die ebenso schnellen wie schwierigen Weinberg-Wege entlang der Mosel ging, blieb es bei diesem Ergebnis.

Platz 5 belegte Petter Solberg (zwei WP-Bestzeiten) im Citroen C4 WRC, im Kampf um Rang 6 wurde es hingegen zur Freude der zahlreichen Zuschauer am Rundkurs „“Circus Maximus“ im Zentrum von Tier zur Schlussetappe nochmals richtig spannend. Kimi Räikkönen (Ex-Formel-1 Fahrer/Citroen C4 WRC) verlor seinen Vorsprung von 19,5 Sekunden am Sonntagmorgen auf der WP 17 und fiel 6,3 Sekunden hinter Wilson zurück. Vor der matthewwilson.jpgfinalen Super Special (WP 19) betrug sein Rückstand 5,6 Sekunden. Kimi gab alles und fuhr circusmaximusraeikkoenen.jpgsogar WP-Bestzeit, doch Ford Stobart-Piloten Matthew Wilson konterte mit der zweitbesten Zeit und verteidigte mit 3,8 Sekunden Vorsprung auf Kimi Räikkönen. Damit fuhr der Brite auf Rang sechs sein bislang bestes Ergebnis bei der Rallye Deutschland ein. Kimi Räikkönen blieb mit seinen 7.Rang der Trost unter die Top ten einzukommen. Und dies bei der wohl schwierigsten WM-Rallye des Jahres. Mit dieser vierten Ankunft in der Punktewertung schob sich der Ex-Formel 1 Driver unter die ersten zehn der Saisonwertung.

kenblockbild5.jpgUS-Boy Ken Block im Ford Focus WRC war einer der Publikumslieblinge der diesjährigen Rallye Deutschland, begeisterte mit herrlichen Drifts. Seine Hoffnung auf erste WM-Punkte erfüllte sich aber nicht, auf der Zufahrt zur ersten Wertungsprüfung am Sonntagmorgen schied der US-Amerikaner mit defekter Lichtmaschine aus. Deutsche Starter waren diesjährig ausgesprochene Mangelware, Gassner jun. (Surheim) wurde im Mitsubishi 23. und Burkhart (Berlin/Suzuki Swift) belegte Rang 26.

circusmaximusloebbild9.jpgSébastien Loeb ist und bleibt eindrucksvoll der Dominator des WM-Laufes Rallye Deutschland, acht Starts, acht Siege – und wer soll den Franzosen hier den Schneid abkaufen? In der aktuellen WM-Wertung führt Loeb jetzt mit 58 Punkten vor Teamkollegen Sébastien Ogier. Platz 3 für Ford-Driver Jari-Matti Latvala. Petter Solberg belegt Rang vier, Daniel Sordo (5.), Mikko Hirvonen (6.). Bei nur noch vier diesjährigen WM-Rallyes wird sich kaum noch etwas ändern. Die nächste WM-Rallye findet vom 10. bis 12.09.2010 im fernen Japan statt.

vwvorausfahrzeugbild8.jpgVW präsentierte während der Rallye Deutschland seinen neuen Race Touareg 3 für den „Dakar-Start“ 2011 in vwtuaregbild7.jpgSüdamerika, mit einem gasbetriebenen Scirocco GT24-CNG fuhren Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D,Rheinsdorf) als Vorausfahrzeug „00“. Foto (12): P. Bohne